30 Jahre Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e. V. (IDK) – 30 Jahre naturwissenschaftliche Kompetenz für eine zukunftsorientierte Denkmalpflege!
18.09.2026, 13:49 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen würdigt drei Jahrzehnte erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt (IDK).
Seit seiner Gründung im Jahr 1996 steht das IDK für die naturwissenschaftliche Untersuchung, Erforschung und Erhaltung von Kulturdenkmalen. Es berät Eigentümer und Fachleute zu baulichen und restauratorischen Maßnahmen und begleitet wissenschaftlich bedeutende Projekte. Dazu zählen die Erhaltung des Großen Wendelsteins im Schloss Hartenfels in Torgau, Untersuchungen am Freiberger Dom, am Cranach-Altar der Schlosskirche Augustusburg, am Dresdner Zwinger sowie die Beseitigung der Flutschäden von 2002. Auch an der Entwicklung von Klimaanpassungsstrategien für Denkmale und deren Ausstattungen ist das IDK maßgeblich beteiligt. Die enge Zusammenarbeit mit den Denkmalbesitzern und den Landesämtern für Denkmalpflege in Sachsen und Sachsen-Anhalt hat sich dabei als unverzichtbar erwiesen.
»30 Jahre IDK sind nicht nur Anlass, auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem IDK und dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen zurück zu blicken. Es ist zugleich ein Blick nach vorn: auf eine Denkmalpflege, die forscht, versteht und bewahrt – und dabei wissenschaftliche Erkenntnisse nutzt, um das kulturelle Erbe Sachsens auch für kommende Generationen zu erhalten.« so der sächsische Landeskonservator Alf Furkert.
Die Herausforderungen für die Denkmalpflege verändern sich. Klimawandel, zunehmende Umweltbelastungen und neue Erkenntnisse zu Materialien und Schadensprozessen stellen neue Anforderungen an die Erhaltung von Kulturdenkmalen. Naturwissenschaftliche Forschung und innovative Untersuchungsmethorden gewinnen deshalb weiter an Bedeutung. Das IDK hat zudem wegweisende Forschungsergebnisse erzielt, die überregional Anwendung finden. Dazu gehören Methoden zur Früherkennung von Wiederversalzungen, das Monitoring von Befeuchtungsprozessen, die Schulung von Handwerkern und Restauratoren im Umgang mit Heißkalkmörteln, die Prävention und Bekämpfung von Schimmelbefall an Orgeln sowie Strategien zur Klimaanpassung von denkmalgeschützten Bauten und Gartendenkmalen.
»30 Jahre IDK stehen für eine große Vielfalt an fachlichen Fragestellungen und Denkmalobjekten. Unser Ziel ist es, mit naturwissenschaftlicher Expertise historische Substanz besser zu verstehen und damit ihre fachgerechte Konservierung und Restaurierung zu unterstützen. Die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Denkmalfachämtern ist dabei ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, « so Prof. Stephan Pfefferkorn, Vorstandsvorsitzender des IDK e.V.
Das IDK blickt auf eine erfolgreiche Geschichte voller Innovationen zurück. Diese Erfolge sind möglich durch die kontinuierliche Förderung durch den Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt sowie durch eingeworbene Drittmittel.
Kontakt
Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
Pressesprecherin Sabine WebersinkeTelefon: +49 351 48 430 403Telefax: +49 351 48 430 488E-Mail: sabine.webersinke@lfd.sachsen.deMedienobjekte
- [Foto] Lichtschutz für Kunst- und Kulturgut im Kurfürstinnenzimmer der Hoflößnitz in Radebeul, 2019
- [Foto] Zerstörungsfreie Schadensmessungen am Cranach Altar der Schlosskirche Augustusburg, 2020
- [Foto] Klimamessungen an bemalten Holzbalkendecken, hier in der Kirche Leubnitz-Neuostra in Dresden
- [Foto] Nahfeldklimamessungen in der St. Annenkirche in Ruppertsgrün, 2015
- [Foto] Lichtschutz für Kunst- und Kulturgut und Verschattung durch abgehängte Stoffbahnen in der Klosterkirche St. Annen in Kamenz, 2013
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- Lichtschutz für Kunst- und Kulturgut im Kurfürstinnenzimmer der Hoflößnitz in Radebeul, 2019 (JPG; 3 MB)
- Zerstörungsfreie Schadensmessungen am Cranach Altar der Schlosskirche Augustusburg, 2020 (JPG; 2 MB)
- Nahfeldklimamessungen in der St. Annenkirche in Ruppertsgrün, 2015 (JPG; 1 MB)
- Lichtschutz für Kunst- und Kulturgut und Verschattung durch abgehängte Stoffbahnen in der Klosterkirche St. Annen in Kamenz, 2013 (JPG; 2 MB)
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