Sachsen und Mongolei vertiefen Zusammenarbeit

09.09.2026, 16:17 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatskanzleichef Dr. Handschuh zieht positive Bilanz der Reise nach Ulaanbaatar - Neue Impulse für eine vertiefte Zusammenarbeit

Dresden/Ulaanbaatar (10. September 2026) - Sachsen und die Mongolei wollen ihre Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Wissenschaft und Fachkräfteausbildung weiter vertiefen. Bei einer Reise des Chefs der Sächsischen Staatskanzlei, Dr. Andreas Handschuh, wurden dazu ein Memorandum of Understanding zwischen dem German-Mongolian Institute for Resources and Technology (GMIT) und der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) unterzeichnet sowie ein Kooperationsvertrag zwischen dem GMIT und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD). Handschuh wurde von einer Delegation aus Politik und Wissenschaft begleitet.

Dr. Andreas Handschuh sagte zum Abschluss der Reise: »Die Unterzeichnung der beiden Abkommen mit den sächsischen Hochschulen ist ein Beleg für die gute Zusammenarbeit. Vom Austausch und der Kooperation in dem Bereich profitieren beide Seiten. Die Reise war zugleich eine gute Gelegenheit, für Sachsen insgesamt zu werben als starker europäischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit exzellenten Forschungseinrichtungen und Hochschulen und einer Vielzahl von innovativen Unternehmen.«

Neue Impulse für die Hochschulkooperation und Fachkräftegewinnung

Ein Schwerpunkt der Reise war die wissenschaftliche Zusammenarbeit. Dies spiegelte sich stark in den stattgefunden Terminen: Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem mongolischen Bildungsministerium und der GMIT standen insbesondere die Ausbaumöglichkeiten bereits erfolgreich durchgeführter Kooperationsprogramme sowie das »1.000 Ingenieure«-Programm der mongolischen Regierung. Hierbei geht es um die Ausbildung von mongolischen Studierenden an sächsischen und deutschen Hochschulen. Ziel ist es, die Partnerschaft zwischen Deutschland und der Mongolei zu stärken und qualifizierte mongolische Ingenieure zu gewinnen.

Beim Besuch des GMIT in Ulaanbaatar wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Für die GMIT unterzeichnete Rektorin Prof. Dr. Battsengel Baatar, für die HSZG Rektor Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch. Mit der Vereinbarung sollen der Austausch von Studierenden, Lehrenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gemeinsame Lehre und Curriculumentwicklung sowie gemeinsame Forschungsaktivitäten gestärkt werden. Im Mittelpunkt der Erweiterung steht eine Forschungspartnerschaft zu flexiblen Gleichspannungsnetzen für den nachhaltigen Bergbau, in die die HSZG das DC-LabSaxony einbringt. Ein erster konkreter Schritt ist bereits für den Herbst 2026 geplant: Studierende der GMIT werden für Laborversuche im Bereich der Hochspannungstechnik an die Fakultät Elektrotechnik und Informatik nach Zittau kommen.

Darüber hinaus wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der HTWD und der GMIT geschlossen. Mit der Vereinbarung soll eine binationale Ausbildung in den Bachelor-Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik gestartet werden: Studierende aus der Mongolei sollen die Möglichkeit bekommen, an der HTWD in diesen Ingenieurdisziplinen zu studieren. Nach den ersten Studienjahren in der Mongolei wird das Studium in den höheren Semestern an der HTW Dresden weitergeführt. Das Studium wird mit Praktikum und anwendungsorientierter Bachelorarbeit abgeschlossen.

Seit 2024 unterstützt das Sächsische Verbindungsbüro für wissenschaftliche Zusammenarbeit (Saxon Science Liaison Office) in Ulaanbaatar unter Federführung der Technischen Universität Bergakademie Freiberg den wissenschaftlichen Austausch sowie die Gewinnung mongolischer Studieninteressierter für sächsische Hochschulen. In Gesprächen mit der Leiterin Bolormaa Dendev war daher die Beratung von jungen Interessierten an einem Studium in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in Sachsen von hoher Relevanz.

Bei Gesprächen mit dem mongolischen Lebensmittelunternehmen APU, dem Deutsch-Mongolischen Unternehmerverband und dem designierten Honorarkonsul für Sachsen stellte sich die mongolische Wirtschaft vor und es wurden erste Schritte für eine mögliche Zusammenarbeit abgestimmt.

Sachsen und die Mongolei verbindet eine lange Tradition der Zusammenarbeit insbesondere in Bildung und Wissenschaft. Im Jahr 2025 wurde in Sachsen an 100 Jahre Bildungskooperation mit der Mongolei erinnert.


Kontakt

Sächsische Staatskanzlei

Regierungssprecher Ralph Schreiber
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