Chef der Sächsischen Staatskanzlei reist in die Mongolei

04.09.2026, 09:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wissenschaft, Hochschulkooperation und Fachkräfte im Mittelpunkt

Dresden (4. September 2026) – Der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Dr. Andreas Handschuh, reist vom 7. bis 9. September gemeinsam mit einer sächsischen Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation in die Mongolei. Im Mittelpunkt stehen die weitere Vertiefung der wissenschaftlichen und universitären Zusammenarbeit sowie der Austausch zur Fachkräftegewinnung im Rahmen des Fachkräfteprogramms »1.000 Ingenieure« unter der Schirmherrschaft des mongolischen Staatspräsidenten.

Die Reise knüpft an die guten Kontakte zwischen Sachsen und der Mongolei im Bereich Bildung und zugleich an die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Mongolei und der Bundesrepublik Deutschland an. Vorgesehen sind Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. In diesem Jahr jährt sich die Bildungskooperation zwischen Deutschland bzw. Sachsen und der Mongolei zum 100. Mal – ein Jubiläum, das an die ersten mongolischen Studierenden erinnert, die damals an deutschen Hochschulen zu Gast waren.

Staatskanzleichef Dr. Handschuh betonte: »Sachsen und die Mongolei verbindet eine lange und gute Tradition der Zusammenarbeit insbesondere in Bildung und Wissenschaft. Es gibt ein gemeinsames großes Interesse daran, diesen seit langem gelebten Austausch fortzuführen und auszubauen. Bereits heute bestehen Partnerschaften zwischen verschiedenen Hochschulen. Als Freistaat sind wir bemüht, junge Talente aus der Mongolei für ein ingenieurwissenschaftliches Studium bei uns zu gewinnen.«

Ein wichtiger Programmpunkt der Reise ist der Besuch des German-Mongolian Institute for Resources and Technology (GMIT). Dort sind Gespräche mit dem Rektorat und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule geplant. Im Rahmen des Besuchs ist die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) und der GMIT in Ulaanbaatar vorgesehen. Mit der Vereinbarung soll die seit November 2023 bestehende Partnerschaft erneuert und insbesondere um die gemeinsame Forschung erweitert werden. Zudem plant die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit der GMIT über gemeinsame Studienprogramme.

Bereits im November 2023 hatte Handschuh, damals noch sächsischer Wissenschaftsstaatssekretär, eine sächsische Wissenschaftsdelegation nach Ulaanbaatar geführt. Damals standen der akademische Austausch, die Forschungszusammenarbeit in den Bereichen Energie, Verfahrenstechnik und Rohstoffe sowie die Fachkräfteausbildung im Mittelpunkt.

Die Zusammenarbeit wurde in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Seit 2024 unterstützt das Sächsische Verbindungsbüro für wissenschaftliche Zusammenarbeit (Saxon Science Liaison Office) in Ulaanbaatar unter Federführung der Technischen Universität Bergakademie Freiberg die Vernetzung sächsischer und mongolischer Hochschulen. Auch zwischen einzelnen Hochschulen bestehen bereits konkrete Partnerschaften. Die HTWD und das GMIT haben ihre Zusammenarbeit im Oktober 2025 bis zum Jahr 2030 verlängert. Schwerpunkte sind der Austausch von Studierenden und Lehrenden, gemeinsame Lehrangebote, angewandte Forschung und Technologietransfer.

Beim Fachkräfteprogramm »1.000 Ingenieure« geht es um die Ausbildung von mongolischen Studierenden an sächsischen und deutschen Hochschulen. Ziel ist es, die Partnerschaft zwischen Deutschland und der Mongolei zu stärken und qualifizierte mongolische Ingenieure zu gewinnen.


Kontakt

Sächsische Staatskanzlei

Regierungssprecher Ralph Schreiber
Telefon: +49 351 564 10300
Telefax: +49 351 564 10309
E-Mail: presse@sk.sachsen.de
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