Ostdeutsche Länder stärken Zusammenarbeit gegen Fachkräftemangel

04.09.2026, 07:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Treffen der Fachkräfteinitiativen am 4. September in Leipzig

Gemeinsam lassen sich die Herausforderungen des Fachkräftemangels besser bewältigen: Die ostdeutschen Flächenländer setzen auf enge Zusammenarbeit, um bewährte Lösungen für die Gewinnung und Bindung von Fach- und Arbeitskräften zu identifizieren und weiterzuentwickeln. Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) stehen sie bis 2045 vor erheblichen Veränderungen – die Bevölkerung im Alter von 15 bis 66 Jahren könnte um mehr als ein Fünftel gegenüber 2025 schrumpfen. Genau deshalb wird das Treffen der ostdeutschen Fachkräfteinitiativen am 4. September in Leipzig zum wichtigen Forum, um Erfahrungen zu teilen und erfolgreiche Ansätze füreinander nutzbar zu machen.

Sebastian Vogel, Leiter des Zentrums für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit in Sachsen (ZEFAS): »Fachkräftemangel ist eine gemeinsame Herausforderung, aber die Lösungen können unterschiedlich aussehen. Wichtig ist, dass wir voneinander lernen: Welche Wege funktionieren bereits? Was können wir davon für uns nutzen? Genau darum geht es beim Austausch. Wenn wir erfolgreiche Ansätze aus anderen Ländern kennen und auf unsere Situation übertragen, gewinnt am Ende die ganze Region."

Das jährliche Treffen findet seit 2023 statt und wird in diesem Jahr vom ZEFAS in Leipzig ausgerichtet. Beteiligt sind die Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF), Fachkräfte im Fokus (FiF) aus Sachsen-Anhalt, die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WfBB) sowie das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern.
Die beteiligten Fachkräfteinitiativen unterscheiden sich in ihren Strukturen und Arbeitsschwerpunkten. Der Austausch bringt dadurch unterschiedliche Erfahrungen und Herangehensweisen zusammen und bietet die Möglichkeit, bewährte Instrumente auf ihre Übertragbarkeit zu prüfen. Deshalb stehen konkrete Projekte auf der Tagesordnung: Sachsen berichtet über Kooperationen mit Zielländern und das neue sächsische Informationsportal SAXONY WORKS. Sachsen-Anhalt stellt die Weiterbildungsagentur vor, Thüringen berichtet über sein Projekt zur Zusammenarbeit mit Hochschulen.

Hintergrund:
Das ZEFAS – Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit – ist als Fachzentrum für die Themen der Fachkräftesicherung und der Gestaltung attraktiver Arbeitsbedingungen in und für Sachsen tätig. Es vernetzt Akteure, verstärkt die Sichtbarkeit für bestehende Angebote und sensibilisiert für zukunftsfähige Themen wie den Möglichkeiten der Verbundausbildung und Teilqualifizierung oder der Gestaltung gesunder Arbeitswelten.


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Kontakt

Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen

Pressesprecherin Tina Hellmann
Telefon: +49 371 256201840
E-Mail: tina.hellmann@zefas.sachsen.de

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