Umweltminister von Breitenbuch informiert sich über Sanierung der Talsperre Lichtenberg

11.08.2026, 11:23 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch hat am Dienstag (11.08.) die Baustelle an der Talsperre Lichtenberg besucht und sich vor Ort über den Fortgang der umfangreichen Sanierungsarbeiten informiert. Gemeinsam mit Landrat Sven Krüger (Landkreis Mittelsachsen) sowie Vertretern der Landestalsperrenverwaltung Sachsen verschaffte er sich einen Überblick über die laufenden Arbeiten am Absperrbauwerk und am Entnahmeturm.

Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Die Talsperren sind ein wichtiger Pfeiler der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Sachsen. Mit Blick auf die zunehmenden Wetterextreme müssen wir diese Infrastruktur erhalten und gezielt für die Zukunft ertüchtigen. Die Sanierung der Talsperre Lichtenberg ist deshalb eine wichtige Investition in die Versorgungssicherheit der Region. Wer die Wasserversorgung langfristig sichern will, muss bestehende Anlagen rechtzeitig modernisieren und an künftige Anforderungen anpassen. Angesichts knapper öffentlicher Mittel wird das eine große finanzielle Kraftanstrengung. Aber die dringend notwendige Vorsorge für mehr Resilienz und Klimaanpassung gibt es nicht zum Nulltarif.«

Die Komplexsanierung zählt zu den größten Bauvorhaben im Bereich Talsperren, die der Freistaat Sachsen – vertreten durch die Landestalsperrenverwaltung – aktuell durchführt. Seit Ende 2024 ist die Talsperre vollständig abgestaut. Die Trinkwasserversorgung wird während der Bauzeit über eine eigens eingerichtete Ersatzrohwasserbereitstellung sichergestellt.

Bei seinem Rundgang informierte sich von Breitenbuch unter anderem über die Arbeiten an der Dammkrone, die Erneuerung der Abdichtung des Absperrbauwerks sowie die Sanierung des markanten Entnahmeturms. Darüber hinaus werden im Zuge der Sanierung die Bauwerks-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik umfassend modernisiert. Mit dem Einbau einer epilimnischen Wasserentnahme werden zugleich Voraussetzungen geschaffen, um künftig flexibler auf Veränderungen der Rohwasserqualität reagieren zu können.

Die Talsperre Lichtenberg befand sich seit rund 50 Jahren ununterbrochen in Betrieb. Rund 200.000 Menschen in Freiberg und Umgebung werden mit aufbereitetem Rohwasser aus der Talsperre Lichtenberg versorgt. Darüber hinaus ist sie angebunden an das Talsperrenverbundsystem Osterzgebirge.

Voraussichtlich bis Ende 2026 werden die Bauarbeiten so weit vorangeschritten sein, dass mit dem Wiedereinstau der Talsperre begonnen werden kann. Die Kosten der Komplexsanierung belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecherin Corinna Saring
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20007
E-Mail: presse@smul.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang