Pirnaer Marienkirche: Freistaat sichert Turmsanierung mit Denkmalförderung

04.08.2026, 11:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatsministerin Regina Kraushaar: »Kirche St. Marien prägt Pirna wie kaum ein anderes Bauwerk«

Staatsministerin Regina Kraushaar hat heute (4. August 2026) Brigitte Lammert, Superintendentin im Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirk Oberelbe Pirna, einen Fördermittelbescheid über rund 265.000 Euro zur weiteren Turmsanierung der Pirnaer Stadtkirche St. Marien übergeben. Die Mittel stammen aus dem sächsischen Sonderprogramm Denkmalpflege.

Staatsministerin Regina Kraushaar: »Die Kirche St. Marien, mitten in der wunderbaren historischen Altstadt gelegen, prägt Pirna wie kaum ein anderes Bauwerk. Sie ist eine der drei spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen, die in ihrer Bedeutung und Größe einmalig sind. Die Marienkirche ist ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Musik und sie wirkt für viele Bürgerinnen und Bürger in besonderer Weise identitätsstiftend. Doch der Turm dieses kraftvollen Baus braucht nun dringend Maßnahmen zur Erhaltung. Ich freue mich, dass wir die Sanierung über das Sonderprogramm Denkmalpflege unterstützen und einen weiteren Bauabschnitt der Turmsanierung sichern können. Ich danke allen, die sich unermüdlich für die Turmsanierung einsetzen: Den Planern, den weiteren Förderern, den Denkmalschützern und ganz besonders danke ich den Mitgliedern der Kirchgemeinde, die mit vielen einzigartigen Aktionen ihren persönlichen Beitrag leisten, damit die Finanzierung gesichert werden kann.«

Regenwasser setzt Mauerwerk zu
Aktuell dringt Regenwasser durch fehlende Fugen an den waagerechten Flächen ein, wäscht das Mauerwerk aus und bedroht die Stabilität. Zudem müssen das historische Kupferdach der Turmhaube komplett erneuert und die Holzschalung repariert werden. Auch die Gewölbedecke, Schallläden und Fenster müssen instandgesetzt werden. Der markante Turm aus dem Jahr 1479 ist der älteste Teil der Stadtkirche St. Marien. Die Förderung des Freistaates über rund 265.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege stellt nun die Umsetzung des dritten Bauabschnitts sicher. Bereits 2024 erhielt der Evangelisch-Lutherische Kirchenbezirk Oberelbe Pirna Fördermittel aus diesem Programm und einem Programm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in Höhe von insgesamt 711.050 Euro für Gerüst- und Natursteinarbeiten am Turm.

St. Marien zählt zum nationalen Kulturerbe Deutschlands
Die spätgotische Hallenkirche St. Marien mit ihrem kunstvollen Sandstein-Rippengewölbe und den einzigartigen protestantischen Gewölbeausmalungen ist die Evangelisch-Lutherische Hauptkirche Pirnas und prägt seit Jahrhunderten die Silhouette der Stadt. Sie zählt aufgrund ihrer ortsbildprägenden, baugeschichtlichen, künstlerischen sowie kirchengeschichtlichen Bedeutung zum nationalen Kulturerbe Deutschlands. Mit ihrer herausragenden Architektur und Ausstattung ist sie ein unersetzliches Zeugnis der Reformationsgeschichte. Der Kirchturm entstand von 1466 bis 1479, das dreischiffige Kirchenschiff wurde zwischen 1502 und 1546 errichtet.

Sonderprogramm Denkmalpflege zur Förderung national wertvoller sächsischer Kulturdenkmale
Das Sonderprogramm Denkmalpflege wurde vom Freistaat Sachsen im Jahr 2013 zur Förderung national wertvoller, besonders hochwertiger sächsischer Kulturdenkmale sowie solchen von überörtlicher Bedeutung eingerichtet. Seit 2021 existiert ein gesonderter Haushaltstitel – in diesem Jahr mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung

Ansprechpartner Annegret Fischer
Telefon: +49 351 564 50021
E-Mail: medien@smil.sachsen.de
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