Bewerbung für den Grand Départ 2029 in Deutschland an die A.S.O. übergeben

29.07.2026, 14:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Berlin (29. Juli 2026) - German Cycling e.V. hat die deutsche Bewerbung für den Grand Départ der Tour de France 2029 offiziell an die Amaury Sport Organisation (A.S.O.) übergeben. Mit Unterstützung des Bundes sowie der Länder Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll der Auftakt der Tour de France im Jubiläumsjahr 2029 – 40 Jahre nach der Friedlichen Revolution und dem Fall der Berliner Mauer – nach Berlin und Mitteldeutschland geholt werden.

Anlässlich der offiziellen Übergabe des Bid Books kamen im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport, Wirtschaft und Diplomatie aus Deutschland und Frankreich mit A.S.O.-Generaldirektor Yann Le Moënner und Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme zusammen.

Die Bewerbung steht im Zeichen des 40. Jahrestags der Friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer. Sie verbindet die Geschichte der deutschen Einheit mit der deutsch-französischen Freundschaft und bietet die Möglichkeit, diese historische Verbindung
international erlebbar zu machen sowie nachhaltige Impulse für Tourismus, Wirtschaft,
Gesellschaft und den Radsport in den beteiligten Regionen zu setzen.

Initiiert und erarbeitet wurde die Bewerbung von Grand Départ Allemagne e.V. unter Mitwirkung der Länder Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Als offizieller Träger hat German Cycling e.V. sie bei der Amaury Sport Organisation (A.S.O.) eingereicht.

Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für
Ostdeutschland, erklärte:
»Das Jahr 2029 markiert den 40. Jahrestag der Friedlichen Revolution, ein bedeutendes Jubiläum für ganz Deutschland. Die Aufbauleistung der Menschen in Ostdeutschland seit 1989 ist beeindruckend und verdient Aufmerksamkeit und Anerkennung. Es ist an der Zeit, selbstbewusst über diese Erfolgsgeschichte zu sprechen. Der Grand Départ der Tour de France würde diese Botschaft auf die große internationale Bühne tragen und die Leistungen der Ostdeutschen einem Milliardenpublikum eines der weltweit bedeutendsten Sportereignisse sichtbar machen. Als Ostbeauftragte der Bundesregierung unterstütze ich die Bewerbung ausdrücklich.«

Bernd Dankowski, Präsident von German Cycling, sagte:
»Die heutige Übergabe zeigt, was die enge Zusammenarbeit von Politik, Regionen und organisiertem Radsport bewirken kann. Ein Grand Départ 2029 bietet die Chance, den Radsport in Deutschland nachhaltig zu stärken – durch internationale Sichtbarkeit, neue Impulse für unsere Vereine und die langfristige Förderung kommender Generationen.«

Rudolf Scharping, Ehrenpräsident von German Cycling und Vorstand des Grand Départ
Allemagne e.V., erläuterte:
»Ein Grand Départ 2029 wäre weit mehr als ein Sportereignis. Er bietet die Chance, den Menschen zu danken, die den Weg zu Freiheit und deutscher Einheit geebnet haben, und zugleich die große Radsporttradition insbesondere in Ostdeutschland zu würdigen. Diese
Verbindung aus Geschichte, Begeisterung und Zukunft macht unsere Bewerbung besonders.«

Christian Prudhomme, Direktor der Tour de France, erklärte:
»Die Tour de France ist weit mehr als ein Sportereignis. Sie macht Landschaften, Kultur und Geschichte sichtbar, verbindet Menschen und gibt Regionen die Möglichkeit, sich der Welt zu präsentieren. Vierzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hätte ein Grand Départ in Berlin und Mitteldeutschland eine außergewöhnliche historische und symbolische Bedeutung – für Deutschland, für Europa und für die deutsch-französische Freundschaft.«

Statements der beteiligten Länder

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin
»Berlin ist die Sportmetropole in Deutschland – und teilt mit der Tour de France schon eine Geschichte: 1987 fuhr die Tour de France entlang der Berliner Mauer – ein Moment, der weltweit als Symbol für Freiheit wahrgenommen wurde. 2029 feiern wir das 40. Jubiläum des Mauerfalls und die mutigen Frauen und Männer, die die Mauer am 9. November 1989 zum Einsturz gebracht haben. Die Tour de France mit Prolog und Touren in Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ist ein starkes Zeichen für Freiheit, Frieden und Demokratie in Europa.«

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
»Die gemeinsame Bewerbung von Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist eine große Chance, den Grand Départ 2029 nach Deutschland zu holen. 40 Jahre nach der Friedlichen Revolution und dem Fall der Berliner Mauer wäre der Auftakt der Tour de France in Deutschland ein starkes Zeichen für Freiheit und ein geeintes Europa. Die gemeinsame Bewerbung zeigt, was möglich ist, wenn wir über Ländergrenzen hinweg an einer gemeinsamen Vision arbeiten. Das weltweit größte Radrennen würde Gäste aus aller Welt zusammenbringen und zugleich an die mutigen Menschen erinnern, die 1989 für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen sind.«

Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
»Mir ist wichtig, dass die Menschen in aller Welt sehen, was unser Sachsen-Anhalt ausmacht: eine starke Heimat mit bewegender Geschichte, herzlichen Menschen und vielen besonderen Orten. Gemeinsam mit Berlin, Sachsen und Thüringen wollen wir zeigen, wie stark der Osten ist, wenn wir zusammenarbeiten. Ein Grand Départ der Tour de France wäre eine einmalige Gelegenheit, unser Land international zu präsentieren. Davon profitieren Tourismus, Wirtschaft und viele Regionen. Vor allem aber zeigen wir: Sachsen-Anhalt ist weltoffen, leistungsstark und ein guter Gastgeber mitten in Europa.«

Mario Voigt, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
»Die Tour de France bringt den Spitzensport direkt zu den Menschen und verwandelt Städte, Dörfer und Landschaften zur Bühne für Millionen Zuschauer weltweit. Darin liegt ihre besondere Faszination. 2029 – 40 Jahre nach der Friedlichen Revolution – wäre ein Grand Départ im Osten Deutschlands zudem ein starkes Zeichen für Freiheit, Zusammenhalt und ein geeintes Europa. Thüringen steht bereit, Gastgeber für dieses einzigartige Sportereignis zu sein und der internationalen Welt des Radsports zu zeigen, was das Grüne Herz Deutschlands auszeichnet: Gastfreundschaft, beeindruckende Landschaften, eine
große Radsporttradition und nicht zuletzt die Sportbegeisterung der Menschen hier vor Ort.«

Bildmaterial von der Übergabe und dem Fototermin steht nach Abschluss der Veranstaltung in der digitalen Pressemappe zur Verfügung.

Pressekontakt:
Sandra Schmitz, Pressesprecherin German Cycling e.V. | sandra.schmitz@germancycling.com


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