Döbeln: Baustart am letzter Bauabschnitt an der Wappenhenschanlage - 532 Meter Hochwasserschutzwände an der Freiberger Mulde

27.07.2026, 10:56 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

In Döbeln (Lkr. Mittelsachsen) haben heute (Montag, 27. Juli 2027) die Arbeiten am letzten Abschnitt des neuen Hochwasserschutzes an der Wappenhenschanlage begonnen. Dieser verläuft am rechten Ufer der Freiberger Mulde zwischen der Brücke Schillerstraße und der Oberbrücke und ist 532 Meter lang. Der Abschnitt soll im Jahr 2028 abgeschlossen sein. Die Baukosten liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Das Projekt wird finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Im jetzt beginnenden Bauabschnitt 1 der Wappenhenschanlage entsteht eine Hochwasserschutzwand aus Stahlbeton. Die Wand wird auf rund 350 Mikrobohrpfählen gegründet, die aus Stahl und Zementleim bestehen. Für die Entwässerung des Hinterlandes sind drei Anlagen mit Ein- und Auslaufbauwerk geplant. Der Amselgrundbach und das Regenrückhaltebecken Oschatzer Straße erhalten im Kreuzungsbereich mit der Hochwasserschutzwand neue Leitungen und Schieberschächte. Außerdem wird die Fußgängertreppe an der Oberbrücke abgerissen und durch eine angepasste Fußgängertreppe ersetzt.

Hintergrundinformationen
Die Wappenhenschanlage ist eine Parkanlage in Döbeln, die nach einem Ehrenbürger der Stadt benannt wurde. Hier entsteht seit 2023 eine Hochwasserschutzanlage, die Teil des neuen Döbelner Hochwasserschutzes ist. Begonnen wurde 2023 mit dem Bauabschnitt 2 zwischen der Schiffsbrücke und der Brücke Schillerstraße. Dieser wurde 2025 fertiggestellt. Der Bauabschnitt 3 zwischen Thielestraße und dem Verteilerwehr Döbeln schloss sich 2025 an und lief bis Mai 2026.

Insgesamt werden für den Hochwasserschutz an der Wappenhenschanlage rund zehn Millionen Euro veranschlagt, finanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Sachsen.

Geplant sind bis 2028 zudem Hochwasserschutzanlagen an den Färberhäusern, in der Altstadt und an den Klostergärten. Der Bau der Hochwasserschutzanlage in Döbeln läuft seit 2009. Das Bauprojekt gliedert sich in 21 Bauabschnitte und soll 2028 abgeschlossen sein. Dafür investieren der Freistaat Sachsen, der Bund und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) insgesamt rund 95 Millionen Euro.


Kontakt

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Pressesprecherin Katrin Schöne
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