Statement von Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter nach der heutigen VW-Aufsichtsratssitzung

09.07.2026, 21:37 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

"VW hat nur mit Sachsen eine Zukunft – Zwickau kann Transformation!"

Die heutige VW-Aufsichtsratssitzung hat sich mit den massiven Spar- und Schließplänen des Konzernvorstandes beschäftigt. Zu den bisher bekannt gewordenen Plänen äußerte sich Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter:

»Ich erwarte von VW eine echte Zukunftsperspektive für Zwickau, fordere Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten und appelliere an die in den Konzerngrundsätzen festgeschriebene gesellschaftliche Verantwortung. Zwickau ist nicht die verlängerte Werkbank Wolfsburgs, sondern ein VW-Standort, der mit Weitsicht, Engagement und Veränderungsbereitschaft zum langjährigen Erfolg des Gesamtkonzerns beigetragen hat. Dort, wo vor rund 120 Jahren die sächsische Automobilgeschichte und die Erfolgsstory von Audi begonnen haben, müssen die Bänder weiterlaufen! Wir als Freistaat sagen mit großem Selbstbewusstsein: VW hat nur mit Sachsen eine Zukunft – Zwickau kann Transformation!

Dazu braucht es tragfähige Konzepte, die konkurrenzfähig sind und von den Kunden nachgefragt werden. Die Beschäftigten in Zwickau – das habe ich bei meinen Gesprächen erfahren – sind durchaus bereit, Veränderungen zu akzeptieren, wenn sie eine echte Zukunftsperspektive bekommen. Denn warum sollte man in Deutschland Werke schließen und Kapazitäten abbauen, wenn wir mit anderen Standorten genauso konkurrieren könnten? Und das können wir in Zwickau bereits! Ich bin sicher, das Werk ist das effizienteste Fahrzeugproduktionswerk von VW in Deutschland!
VW muss schneller, innovativer und kosteneffizienter bei seinen Produkten werden. Der Eindruck ist: dem Konzern fehlt gerade eine tragfähige Strategie für die Zukunft, denn Kürzen allein ist keine Strategie.
Wir kämpfen um die Arbeitsplätze bei VW!«

Hintergrund
Momentan arbeiten ca. 8.000 Beschäftigte direkt in Zwickau im Werk. Daran hängen 40.000 bis 50.000 Zulieferer und daran noch einmal tausende Familien. Insgesamt sind mehr als 100.000 Menschen in der Region direkt betroffen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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