Kultur und Tourismus als Brückenbauer: Staatsministerin Barbara Klepsch zu Gesprächen in Niederschlesien
02.07.2026, 14:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat heute (2. Juli 2026) die Woiwodschaft Niederschlesien besucht, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Tourismus weiter zu vertiefen. Im Mittelpunkt der eintägigen Reise stehen in Breslau (Wrocław) Gespräche mit den Vizemarschällen Wojciech Bochnak (Tourismus) und Jarosław Rabczenko (Kultur) sowie die Besichtigung der Friedenskirche in Schweidnitz (Świdnica) auf dem Programm.
Staatsministerin Barbara Klepsch betont die Bedeutung der Partnerschaft: »Sachsen und Niederschlesien verbindet seit 1999 eine lebendige Regionalpartnerschaft, die durch unsere gegenseitigen Verbindungsbüros stetig gepflegt wird. Polen ist mit einem Marktanteil von fast 19 Prozent der wichtigste ausländische Quellmarkt für den sächsischen Tourismus. Unser Ziel ist es, diese engen Bande durch gemeinsame Projekte wie die ‚Via Sacra‘ oder die ‚Route der Burgen und Schlösser‘ weiter zu festigen und neue Impulse für den Kulturaustausch zu setzen. Der gemeinsame Dialog im Sinne der europäischen Idee bereichert das Leben beiderseits der Grenze.«
Am Vormittag traf Ministerin Klepsch im Marschallamt mit Vizemarschall Wojciech Bochnak zusammen, der für Sport und Tourismus zuständig ist. Ein zentrales Thema war die Vermarktung gemeinsamer touristischer Produkte. Besonders hervorgehoben wurde die seit Dezember 2025 bestehende Bahnverbindung Leipzig–Breslau–Krakau, die für das Tourismusmarketing in beiden Regionen neue Möglichkeiten eröffnet. Zudem wurden auch über den Ausbau des Radtourismus gesprochen.
Im anschließenden Gespräch Vizemarschall Jarosław Rabczenko, zuständig für Kultur, standen der Erhalt des gemeinsamen kulturellen Erbes und künftige Kooperationen im Fokus. Themen waren unter anderem die Unterstützung für das Museum für Sport und Tourismus in Krummhübel (Karpacz) sowie die angestrebte UNESCO-Welterbe-Nominierung der Papiermühle in Duszniki-Zdrój. Auch die Idee eines »Kongresses der Grenzkultur« als Plattform für Institutionen und Kulturschaffende wurde besprochen.
Der Besuch in Breslau ist bereits der zweite direkte Austausch mit beiden Vizemarschällen, da es vor wenigen Wochen bereits Gespräche n Dresden gab.
Zum Abschluss ihrer Reise besucht die Ministerin die Friedenskirche in Świdnica, die größte Fachwerkkirche Europas und UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einem Empfang durch die Stadtpräsidentin Beata Moskal-Słaniewska und einem Austausch über aktuelle kulturelle Stadtprojekte wird die Ministerin ein Orgelkonzert an der barocken Klose-Orgel besuchen. Die Kirche ist nicht nur ein bedeutendes Sakralbauwerk der »Via Sacra«, sondern auch ein Symbol für Versöhnung und ökumenische Zusammenarbeit.
Hintergrund:
Der Freistaat Sachsen und die Woiwodschaft Niederschlesien sind seit 1999 durch eine Regionalpartnerschaft verbunden. Zur Unterstützung dieser Kooperation wurde 2012 das Sächsische Verbindungsbüro in Breslau eröffnet, gefolgt von der Eröffnung eines niederschlesischen Regionalbüros in Dresden im Jahr 2021. Zahlreiche Projekte werden zudem über das EU-Programm INTERREG Polen–Sachsen finanziert.