Wirtschaftsminister Panter: »Wir stärken Versorgungssicherheit und technologische Souveränität in Europa«

28.06.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden

Mit der Inbetriebnahme der Smart Power Fab von Infineon in Dresden am Donnerstag setzt Sachsen einen Meilenstein des European Chips Act um. Der 2023 verabschiedete European Chips Act soll neue Investitionen in Europas Halbleiterindustrie auslösen und damit technologische Souveränität Europas im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsräumen stärken. In einem dynamischen Markt konnte Infineon sein neues Modul an einem städtischen Standort in gut drei Jahren vorzeitig fertigstellen. »Darauf können alle Beteiligten stolz sein«, so Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter und verweist zugleich auf die nächste Aufgabe: »Wir müssen und werden Innovationen weiter fördern und Wertschöpfungsketten resilienter machen.«

»Das neue Werk von Infineon ist nicht nur die jüngste, sondern auch die modernste und flexibelste Halbleiter-Fabrik der Welt. Sie kann die am stärksten nachgefragten Chips für die Stromsteuerung und integrierte Schaltungen bei voller Kapazität flexibel produzieren und direkt testen. Wir haben hier echtes Sachsen-Tempo gezeigt. So stärken wir die Versorgungssicherheit und technologische Souveränität in Europa«, so Minister Panter.

Mit kontinuierlichen Investitionen seit den 1990er Jahren ist der Aufbau eines Mikroelektronikclusters gelungen, das weltweite Sichtbarkeit erreicht hat. Nicht nur die Chips aus Dresden steuern Autos, Maschinen, Energienetze und Smartphones in der Welt. Auch immer mehr Unternehmen blicken nach Sachsen, kooperieren mit Silicon Saxony und den erstklassigen Universitäten und Forschungseinrichtungen im Freistaat. Damit hat sich Sachsen einen weltweiten Namen als Hightech-Standort gemacht.

Auch hierfür ist Infineon ein gutes Beispiel: Im Jahr 1994 mit dem Bau einer Chipfabrik als Fertigungsstandort gestartet, arbeiten heute hunderte Infineon-Entwickler in Dresden – Tendenz steigend. Angekündigt sind weitere neue Expertinnen und Experten und junge Talente, die Produkte und Lösungen der Zukunft erforschen und entwickeln.

Dirk Panter: »Nicht zuletzt die eintausend neuen Fachkräfte, die in der neuen Fabrik arbeiten werden, sind eine sehr gute Nachricht. Es zeigt das Vertrauen, das Infineon in den Standort Dresden und damit in ganz Sachsen setzt. Wir freuen uns auch über die vielen innovativen Projekte, die das Unternehmen mit sächsischen Partnern umsetzt.«
Panter verweist dabei zum Beispiel auf das Projekt »SuperComp«, das am 17. Juni 2026 vorgestellt wurde. Darin erprobt der Chiphersteller mit sächsischen KMU und Forschern aus Chemnitz, Dresden und von der Hochschule Zittau/Görlitz neue Quantenalgorithmen für die Prozessteuerung.

Europa müsse allerdings bei den Rahmenbedingungen besser und schneller werden, so Minister Panter: »Der Chips Act 2.0 ist eine Chance und ein Realitäts-Check. Wenn Sachsen in gut drei Jahren bauen kann, darf Brüssel nicht vorher eineinhalb Jahre für die Prüfung brauchen. Gerade in den Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts müssen wir runter von der Bremse und Gas geben – damit wir als EU den internationalen Wettbewerb, gerade mit den USA und asiatischen Staaten bestehen.«

Der Freistaat werde das Cluster zielstrebig weiterentwickeln und dabei insbesondere Forschung, Design und die Integration mehrerer spezialisierter Mikrochips in einem einzigen Modul – das Advanced Packaging – stärken.

Minister Panter abschließend: »Herzlichen Glückwunsch Infineon! Das neue Werk ist nicht für das Unternehmen ein Grund stolz zu sein, sondern für alle Dresdner und Sachsen. Denn die positiven Effekte werden wir alle spüren.«


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

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