Wirtschaftsminister Panter: »Der Staatseinstieg bei KNDS kann Chance für den Osten sein«
24.06.2026, 14:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
»Der geplante Einstieg des Bundes bei KNDS ist ein wichtiges Signal für die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit und damit auch Unabhängigkeit Deutschlands und Europas. Wer dauerhaft verteidigungsfähig sein will, braucht auch eine starke industrielle Basis und strategische Technologien in und aus Europa. Entscheidend ist jetzt, dass die Investitionen in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bundesweit ausgewogen wirken. Ostdeutschland und insbesondere Sachsen dürfen nicht übersehen werden, denn die sächsischen Unternehmen haben viel zu bieten in High Tech Bereichen – die Milliarden müssen auch hier ausgegeben werden. Der Staatseinstieg kann und muss eine Chance für den Osten sein«, so Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter.
Im vergangenen Jahr hatte Dirk Panter mit einem Thementag auf die Vielfalt der Rüstungsindustrie in Sachsen aufmerksam gemacht. Panter: »Sachsen verfügt über leistungsfähige Unternehmen in den Bereichen Fahrzeugbau, Maschinenbau, Werkstofftechnik, Elektronik, Sensorik, Optik, Software und Präzisionsfertigung. Diese Kompetenzen sind für moderne Sicherheits- und Verteidigungstechnologien von zentraler Bedeutung. Mit dem KNDS-Engagement in Görlitz und zahlreichen spezialisierten Zulieferern haben wir bereits bewiesen, welch großes Potenzial im Freistaat vorhanden ist: bei Arbeits- und Fachkräften, Industrie und Zulieferern, aber auch bei Wissenschaft und Forschung.«
»Wenn der Bund seine geplante Beteiligung an KNDS als industriepolitisches Signal versteht, dann muss dieses Signal auch im Osten und im Freistaat Sachsen ankommen – in Form von Investitionen, Forschung, Entwicklung und industrieller Wertschöpfung. Sicherheitspolitische Souveränität muss auch in unseren regionalen Wertschöpfungsketten ankommen. Sachsen kann und will dazu einen wichtigen Beitrag leisten.«