Lebendiges jüdisches Leben in Sachsen
23.06.2026, 13:32 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
7. Bericht des Beauftragten der Staatsregierung für das Jüdische Leben
Der Beauftragte der Staatsregierung für das Jüdische Leben in Sachsen, Dr. Thomas Feist, hat heute (23. Juni 2026) den Jahresbericht des Beauftragten im Kabinett vorgestellt.
Im Jahresbericht 2025 werden die aktuelle Situation jüdischen Lebens in der Gesellschaft sowie die vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen wiedergegeben, die das Judentum, die Geschichte und die Vielfalt jüdischen Lebens betreffen. Auch eine Übersicht zu aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus und Formate zu seiner Prävention finden sich im Bericht wieder.
Wichtige Themenschwerpunkte 2025 waren die Fortführung der Förderung und Unterstützung der jüdischen Gemeinden in Sachsen und die intensive Vorbereitung des Themenjahres »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«.
Dr. Thomas Feist: »Sachsen setzt ein klares Zeichen. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu unserem Freistaat. Der Bericht dokumentiert wichtige Fortschritte bei der Förderung jüdischer Kultur und beim Schutz vor Antisemitismus und macht zugleich deutlich, in welchen Bereichen unser gemeinsames Engagement noch verstärkt werden muss.«
Kultusminister Conrad Clemens: »Im dritten Jahr in Folge wurden vom Landeskriminalamt über 200 antisemitische Straftaten erfasst. Das erfüllt uns mit großer Sorge und zeigt, wie wichtig sowohl Bildungsarbeit als auch konsequente Strafverfolgung bleiben. Mit der Einrichtung einer Außenstelle der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Leipzig stärken wir das aktive Netzwerk jüdischer Kultur und Bildungsarbeit im Freistaat.«
Zur aktuellen Situation der jüdischen Gemeinden in Sachsen
- Es bestehen stabile organisatorische und gemeinschaftliche Strukturen der jüdischen Gemeinden in Sachsen.
- Die finanzielle Situation jüdischer Gemeinden in Sachsen ist insgesamt als stabil zu bewerten.
- Die Sicherheitslage stellt einen zentralen und zunehmend sensibleren Bereich dar.
- Es zeigen sich deutliche demografische Herausforderungen infolge einer fortschreitenden Überalterung und des Umstandes, dass jüngere Mitglieder nach Ausbildungs- und Studienphasen abwandern. Gleichzeitig gelingt es vielerorts vergleichsweise gut, neue Mitglieder, insbesondere durch Zuwanderung, zu integrieren.
- Die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen wird von den jüdischen Gemeinden insgesamt als verlässlich und konstruktiv beschrieben.
Der Bericht des Beauftragten für das Jüdische Leben kann hier heruntergeladen werden: https://www.smk.sachsen.de/beauftragter-der-saechsischen-staatsregierung-fuer-das-juedische-leben-4124.html