Silicon Saxony Days: WFS stärkt globale Vernetzung des Halbleiterstandorts

18.06.2026, 09:33 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat die Silicon Saxony Days genutzt, um die weltweite Vernetzung des Halbleiterstandorts mit internationalen Partnern auszubauen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur der gut besuchte Internationale Abend mit Delegationen aus Europa, Japan, Taiwan und Kanada, sondern auch gezielte Gespräche zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit Irland und Japan.

Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: »Die Mikroelektronik ist eine Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts und Silicon Saxony der führende Halbleiterstandort in Europa. Das macht uns stolz – aber wir ruhen uns nicht darauf aus. Der Freistaat will das Cluster weiterentwickeln und dabei insbesondere Forschung, Design und die Integration mehrerer spezialisierter Mikrochips in einem einzigen Modul – das Advanced Packaging – stärken. Die Maßnahmen in unserem Zukunftspaket I werden dazu beitragen, Bürokratie abzubauen und Neugründungen zu beschleunigen – auch im Bereich der Zulieferer. Und mit Blick auf die demografische Entwicklung haben wir ganz klar vor Augen, wie entscheidend es jetzt ist, hochqualifizierte Arbeitskräfte für den Freistaat Sachsen zu gewinnen und hier zu halten. Daran arbeiten wir und wissen dabei das Netzwerk Silicon Saxony als starken und verlässlichen Partner zu schätzen.«

Breites internationales Interesse an Vernetzung
»Das internationale Interesse an Sachsen als führendem europäischen Halbleiter-Cluster und seinen Akteuren wächst immer weiter. Sowohl der Internationale Abend mit den verschiedenen Delegationen als auch die Veranstaltungen mit Irland und Japan haben das deutlich gezeigt. Für uns waren diese Termin wieder eine hervorragende Gelegenheit, als Brückenbauer die verschiedenen Akteure gezielt zusammenzubringen. Für die internationalen Teilnehmer gab es einen umfangreichen Einblick in das vielfältige Hightech-Ökosystem und die breite Expertise am Standort. Sächsische Unternehmen hatten die Chance, mit unterschiedlichsten Firmen persönlich in Kontakt zu kommen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sondieren – ein Angebot, das intensiv genutzt wurde und eine Win-Win-Situation für beide Seiten war«, erklärt WFS-Geschäftsführer Thomas Horn.

Tobias Runte von der IHK Dresden und Chair der EEN Sectorgroup Electronics ergänzt: »Der Internationale Abend im modernen Stadtforum hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark Dresden als europäische und zunehmend globale Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und erfolgreiches Business in der Halbleiterbranche wahrgenommen wird. In entspannter Atmosphäre konnten sich Unternehmen und Gäste aus aller Welt vernetzen, neue Kontakte knüpfen und den Standort Dresden als lebendigen Treffpunkt der internationalen Semiconductor-Community erleben. Besonders gefreut hat uns, dass sich die zahlreichen Gäste wohlgefühlt und die Gelegenheit zum persönlichen Austausch intensiv genutzt haben.«

Der Internationale Abend am 15. Juni, den die WFS gemeinsam mit der IHK Dresden und der Stadt organisierte, brachte gut 120 Teilnehmer im Stadtforum Dresden zusammen. Die Delegationen kamen aus Taiwan (Partnerland der Silicon Saxony Days), Japan und Kanada sowie den Niederlanden, Tschechien, Finnland, Irland, Flandern und der Schweiz. Zudem waren auch Vertreter vom Enterprise Europe Network (EEN) vor Ort.

Irische Firmen knüpfen Kontakte nach Sachsen
Beim Business Breakfast am 16. Juni nutzten mehr als 20 irische Unternehmen die Gelegenheit, sächsische Firmen aus der Mikroelektronikbranche persönlich kennenzulernen. Die Gäste aus Irland waren interessiert daran, in Sachsen neue Kunden zu gewinnen, potenzielle Partnerschaften im Zulieferbereich auszuloten und die Rahmenbedingungen für Investitionen am Standort Sachsen kennenzulernen.

Interessant ist Irland auch aufgrund seiner im vergangenen Jahr gestarteten Strategie »Silicon Island«. Bis 2040 will das Land seine Halbleiterbranche massiv ausbauen und zu einem führenden Standort für Design, Fertigung und Forschung im Halbleiterbereich aufsteigen.

Sächsisch-Japanisches-Netzwerkevent
Saxony meets Japan - unter dieser Überschrift stand ein von der WFS gemeinsam mit JETRO, der japanischen Außenwirtschaftsorganisation, organisiertes Vernetzungsformat mit gut 50 Teilnehmern am 17. Juni. Es brachte japanische Unternehmen gezielt mit sächsischen Unternehmen und relevanten Akteuren aus dem Innovations- und Halbleiterökosystem zusammen und sondierte neue Kooperationspotenziale.

»In der Mikroelektronik passen Japan und Sachsen seit jeher hervorragend zusammen. Japanische Unternehmen gehören zu den führenden Lieferanten von Halbleiterausrüstung und -materialien und decken etwa 30 Prozent des globalen Umsatzes in diesem Bereich ab. Zudem investiert Japan derzeit massiv in den Wiederaufbau seiner Chipindustrie, um wieder zu den führenden Produzenten aufzuschließen. Für sächsische Unternehmen ist dieses wachsende Marktumfeld und der Austausch mit solchen innovativen Unternehmen wichtig für die eigene Weiterentwicklung und die Sicherung zukünftiger Absatzmöglichkeiten«, erläutert Thomas Horn.

Shigeki Okamoto, Director General, JETRO Berlin Office ergänzt: »Das JETRO-Büro in Berlin veranstaltet parallel zu den Silicon Saxony Days und dem Sächsischen Innovationsgipfel ein Programm, bei dem japanische Innovationen in einem der führenden Halbleiterzentren Europas vorgestellt werden. Die Veranstaltung zielt darauf ab, durch Pitches und Networking neue Partnerschaften zwischen japanischen Unternehmen und der europäischen Industrie und Forschung zu fördern. JETRO und WFS arbeiten eng zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen japanischen und deutschen Unternehmen zu fördern, und diese Veranstaltung setzt unsere Zusammenarbeit fort, nachdem wir bereits im Dezember 2025 auf der SEMICON Japan in Tokio gemeinsam aktiv waren.«


Kontakt

Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH

Ansprechpartnerin Sandra Lange
Telefon: +49 351 21 38 255
Telefax: +49 351 21 38 4 255
E-Mail: Sandra.Lange@wfs.saxony.de
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