Sachsen, Brandenburg und EU-Netzwerk Clean Aviation bündeln Know-how für nachhaltige Flugzeugtechnologien

10.06.2026, 11:58 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Strategische Kooperation mit dem europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm für die Luftfahrt | Staatssekretär Scheel: »Strukturwandelregionen bieten hervorragende Voraussetzungen«

Zum Start der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung »ILA Berlin« haben der Freistaat Sachsen, das Land Brandenburg und das europäische Programm »Clean Aviation Joint Undertaking« eine gemeinsame Absichtserklärung zur künftigen, strategischen Zusammenarbeit bei der Entwicklung nachhaltiger Flugzeugtechnologien unterzeichnet. Das Memorandum of Cooperation (MoC) hebt die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in der Region auf die europäische Ebene.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, zukünftig gemeinsam an neuen Technologien für eine effizientere und saubere Luftfahrt zu arbeiten. Hierfür werden regionale und europäische Expertise gebündelt. Dabei kommt der Lausitz eine besondere Bedeutung zu. In der Region wurden bereits bedeutende Investitionen getätigt: u.a. AERO-Lausitz (Forschungs- und Flugerprobungszentrum für autonomes und elektrisches Fliegen), CircEcon (Forschungszentrum für treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft), chesco (Zentrum zur Erforschung hybrid-elektrischer und elektrischer Systeme für den Mobilitätssektor), PtX Lab (Praxislabor für strombasierte Kraft- und Grundstoffe aus grünem Wasserstoff) oder das Smart Mobility Lab (Forschungszentrum für automatisiertes Fahren und Fliegen). Diese Projekte erforschen auf verschiedenen Gebieten künftige Luftfahrttechnologien und setzen neue Impulse. Das Memorandum of Cooperation ist damit ein wichtiger Schritt, um die Transformation der Lausitz zu unterstützen und diese als europäischen Innovationsstandort für klimafreundliche Luftfahrttechnologien zu stärken.

»Mit der gemeinsamen Absichtserklärung geben wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen Rückenwind. Denn die Luftfahrt ist ein internationales Geschäft, in das viel Vertrauen und Zeit investiert werden muss, um langfristig erfolgreich zu sein«, sagte Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz im Freistaat Sachsen. »Nun gilt es, der Erklärung konkrete Vorhaben folgen zu lassen. Unsere Strukturwandelregionen mit gut ausgebildeten Fachkräften und den im Aufbau befindlichen Forschungs- und Industriezentren bieten dafür ideale Voraussetzungen.«

»Die Unterzeichnung dieses Memorandums markiert einen wichtigen Schritt für die Luftfahrtregionen Brandenburg und Sachsen. Gemeinsam mit dem Clean Aviation Joint Undertaking können wir Technologien für die emissionsarme Luftfahrt schneller entwickeln und unsere Regionen als starke europäische Innovationsstandorte weiter ausbauen«, betonte Staatssekretär Hendrik Fischer des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg.

Axel Krein, Geschäftsführer von Clean Aviation, fügte hinzu: »Viele Luftfahrtunternehmen und Forschungseinrichtungen mit Sitz in Brandenburg und Sachsen sind Vorreiter bei Innovationen im Bereich sauberer Technologien. Sie tragen wesentlich zur Konzeption, Entwicklung und Produktion einer neuen Generation umweltfreundlicher und weltweit wettbewerbsfähiger Flugzeuge bei. Wir bei Clean Aviation begrüßen daher das Memorandum und freuen uns sehr, unsere Zusammenarbeit mit dieser europäischen High-Tech-Region auf eine neue Ebene zu heben. Auf diese Weise können wir regionales und europäisches Fachwissen, Kompetenzen und Ressourcen bündeln, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des europäischen Luftverkehrssektors zu stärken.«

Über das Clean Aviation Joint Undertaking

Das Clean Aviation Joint Undertaking ist das führende Forschungs- und Innovationsprogramm für die Luftfahrt der Europäischen Union. Ziel ist es, die Transformation der Luftfahrt hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Zukunft zu beschleunigen und zu unterstützen.

Die im Rahmen des Programms entwickelten Technologien sollen dazu beitragen, die CO₂-Emissionen von Kurz- und Mittelstrecken- sowie Regionalflugzeugen im kommenden Jahrzehnt um 30 Prozent zu senken.

Das Clean Aviation Joint Undertaking arbeitet mit der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) zusammen und schafft Synergien mit anderen komplementären Partnerschaften, wie dem Clean Hydrogen Partnership, sowie mit anderen EU-Förderinstrumenten (z. B. dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) und nationalen und regionalen Innovationsprogrammen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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