Wirtschaftsminister Panter begrüßt Pläne für einen europäischen Chips Act 2.0
03.06.2026, 15:42 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Panter: »Sachsen wird Europas Halbleiter-Zukunft weiter mitgestalten«
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter begrüßt die von der Europäischen Kommission angekündigte Weiterentwicklung des European Chips Act. Der als "Chips Act 2.0" bezeichnete Vorschlag soll Europas technologische Souveränität stärken, Investitionen in die Halbleiterindustrie weiter fördern und künftig einen breiteren Bereich der Wertschöpfungskette, die industrielle Anwendung sowie die Nachfrage nach europäischen Halbleiterlösungen in den Blick nehmen.
»Der europäische Chips Act von 2023 hat wesentlich dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit für den Halbleiterstandort Europa zu erhöhen und Investitionen entlang der Wertschöpfungskette anzustoßen. Sachsen konnte von dieser Entwicklung besonders profitieren. Der europäische Regulierungs- und Förderrahmen hat die bereits vorhandenen Stärken des Freistaates sichtbarer gemacht und dazu beigetragen, dass Sachsen seine Rolle als führender Mikroelektronikstandort Europas weiter ausbauen konnte. Die Verbindung aus international wettbewerbsfähiger Produktion, exzellenter Forschung und einem starken industriellen Umfeld macht den Freistaat heute zu einem zentralen Pfeiler der europäischen Halbleiterindustrie«, so Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter.
»Sachsen ist heute der leistungsfähigste Halbleiterstandort Europas. Unsere Stärke liegt nicht allein in der einzigartigen Dichte von Produktionsstätten unterschiedlicher Unternehmen, sondern basiert auf dem Zusammenspiel von Forschung, Entwicklung, Produktion und industrieller Anwendung. Dieses Ökosystem ist über Jahrzehnte gewachsen und macht Sachsen zu einem unverzichtbaren Baustein der europäischen Technologiepolitik«, so Panter weiter.
Mit dem angekündigten Chips Act 2.0 zeichnet sich nun eine stärkere Ausrichtung auf die Nachfrageseite der Halbleiterindustrie ab. Künftig sollen innovative europäische Chipentwickler und Start-ups leichter Zugang zu Märkten erhalten. Gleichzeitig sollen neuartige Produktionsschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefördert, Genehmigungsverfahren beschleunigt und die industrielle Skalierung neuer Technologien unterstützt werden. Offen bleibt allerdings, wie Europa künftig eigene Fähigkeiten im Bereich modernster Leading-Edge-Technologien aufbauen will. Aus Sicht des Freistaates eröffnen sich hier Chancen für Europa, die Sachsen nutzen möchte.
»Der nächste Schritt europäischer Halbleiterpolitik darf nicht an der Fabrikhalle enden. Entscheidend ist, dass Innovationen den Weg in die industrielle Anwendung finden. Europa braucht nicht nur mehr Produktionskapazitäten, sondern resiliente Halbleiter-Ökosysteme. Genau hier kann Sachsen seine besonderen Stärken einbringen«, betont Panter.
Der Freistaat wird sich deshalb gegenüber Bund und Europäischer Union dafür einsetzen, dass die Weiterentwicklung des Chips Act die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt und praxistauglich ist – von Forschung und Chipdesign über Pilot- und Serienfertigung bis hin zu industriellen Anwendungen in Bereichen wie Automobilindustrie, Maschinenbau, Energietechnik und Digitalisierung. Dazu gehört auch eine klare europäische Strategie für den Aufbau von Leading-Edge-Kapazitäten. Sachsen ist dafür der logische Standort: Hier treffen industrielle Fertigungserfahrung, leistungsfähige Zulieferer, Anlagen- und Wartungskompetenz und Forschungsexzellenz aufeinander.
Zugleich brauche es weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Europa: »Wer Europas technologische Souveränität stärken will, braucht langfristig Durchsetzungskraft. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungsverfahren, gezielte Fachkräftesicherung, starke Forschungseinrichtungen und eine verlässliche europäische Industriepolitik. Sachsen wird sich dafür einsetzen, dass der Chips Act 2.0 genau diese Voraussetzungen erfüllt«, sagt Panter.
Der Wirtschaftsminister sieht im angekündigten europäischen Vorhaben die Chance, die erfolgreiche Entwicklung des Halbleiterstandortes Sachsen fortzuschreiben und Europas Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz in einer Schlüsselindustrie nachhaltig zu stärken: »Europa wird im globalen Wettbewerb nur erfolgreich sein, wenn wir unser technisches Knowhow und unsere industrielle Kraft um mehr Tempo und Kapitalmobilisierung ergänzen. Nur mit Skalierung und weiteren Innovationen haben wir eine Chance, nicht den Anschluss zu verlieren. Sachsen ist bereit, seine Kompetenzen und Kapazitäten in die nächste Phase der europäischen Halbleiterentwicklung in jedem Sektor einzubringen«, so Panter abschließend.