Fazit der Polizei zum Conference League Finale | Einbrecherin auf frischer Tat gestellt | Zeugenaufruf nach versuchtem Handtaschenraub
28.05.2026, 09:36 Uhr — Erstveröffentlichung
Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 183|26
Verantwortlich: Therese Leverenz (tl), Melanie Roeber (mr), Moritz Peters (mp), Olaf Hoppe (oh)
Fazit der Polizei zum Conference League Finale
Ort: Stadtgebiet Leipzig
Zeit: 27.05.2026
Wie bereits in der Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig 172|26 berichtet, führte die Polizeidirektion Leipzig seit dem 20. Mai einen Einsatz zur Absicherung des UEFA Conference League Finales durch. Unterstützt wurden die eigenen Kräfte durch Polizeibeamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Thüringen, Brandenburg und Bayern. Neben zahlreichen Einsatzkräften der Bereitschaftspolizeien und der Polizeireviere waren auch die Polizeireiterstaffel, Hundestaffel, Wasserwerferstaffel, sowie ein Polizeihubschrauber dabei. Zudem waren auch Polizeibeamte aus den Heimatländern der Vereine vor Ort und unterstützten die Polizeidirektion Leipzig. Insgesamt war die Polizeidirektion mit über 1.200 Kräften im Einsatz.
Nachdem es zunächst am 26. Mai zu einer Auseinandersetzung in der Leipziger Innenstadt gekommen war (siehe Medieninformation 181|26), welche als Landfriedensbruch von der Polizei angezeigt wurde, verlief der Spieltag weitestgehend ruhig. Während der durch die Polizei ab 18 Uhr begleiteten Fanmärsche die von der Innenstadt ausgingen, wurden sowohl von den spanischen als auch von den englischen Fans pyrotechnische Gegenstände gezündet. Ebenso wurde während des Spiels im Stadion weitere Pyrotechnik abgebrannt. In allen Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Am Spieltag kam es im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrseinschränkungen, auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Insgesamt besuchten über 30.000 Menschen das Finalspiel, welches 1:0 für Crystal Palace endete. Fans beider Lager begaben sich im Anschluss in die Leipziger Innenstadt, was zu mehreren Beschwerden wegen unzulässigen Lärms führte. Außerdem kam es vereinzelt zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen, welche durch Einsatzkräfte, die auch nach dem Spiel in der Innenstadt eingesetzt waren, schnell gelöst werden konnten.
Im Einsatzzeitraum leitete die Polizeidirektion über 30 Strafverfahren überwiegend wegen Körperverletzungen und Beleidigungen ein. In vielen Fällen konnten Tatverdächtige gestellt und identifziert werden. (tr)
Einbrecherin auf frischer Tat gestellt
Ort: Naunhof (Albrechtshain)
Zeit: 26.05.2026, gegen 13:50 Uhr
Eine Einbrecherin im Landkreis Leipzig wurde durch eine Bewohnerin überrascht, überwältigt und anschließend an die Polizei übergeben.
Die 22-jährige Tatverdächtige (deutsch) betrat über die Terrassentür das Einfamilienhaus, durchsuchte die Räumlichkeiten und verstaute diverse Wertgegenstände in ihrer mitgeführten Tasche. Eine Bewohnerin (19) des Hauses bemerkte das und stellte die 22-Jährige im Gästezimmer. Nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen beiden konnte die sie bis zum Eintreffen der Beamten am Boden festgehalten werden. Beide Beteiligte verletzten sich leicht. Neben dem Diebesgut wurden in der Tasche der 22-Jährigen auch Betäubungsmittel festgestellt. Während der polizeilichen Maßnahmen kam es zum Widerstand gegenüber den Beamten sowie zu beleidigenden Aussagen seitens der Beschuldigten. Es erfolgte die vorläufige Festnahme und Einlieferung in das Zentrale Polizeigewahrsam. Da die Beschuldigte in der Vergangenheit bereits mehrfach mit ähnlichen Delikten in Erscheinung trat, beantragte die zuständige Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beim Amtsgericht. Am Mittwoch wurde sie einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Leipzig vorgeführt, welcher den Haftbefehl in Vollzug setzte. Sie wurde folglich in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. (mp)
Auffahrunfall mit zwei LKW
Ort: A9 in Fahrtrichtung Berlin, Kilometer 111,0
Zeit: 27.05.2026, gegen 20:25 Uhr
Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Aufhänger eines Sattelzuges auf der Bundesautobahn 9 gegen 19:30 Uhr am Kilometer 109,0 in Brand, woraufhin diese in Fahrtrichtung Berlin voll gesperrt werden musste, was zu einer Staubildung führte. Am Ende des Staus kam es gegen 20:30 Uhr zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Lkw, bei dem beide Fahrer verletzt wurden.
Gegen 20:30 Uhr befuhr der Fahrer (62, deutsch) eines Lkw Daimler-Benz Atego die A9 in Richtung Berlin und fuhr auf den am Stauende im rechten Fahrstreifen wartenden Lkw Daimler-Benz Actros (Fahrer: 25) auf. Durch die Kollision wurden beide Fahrzeugführer verletzt. Der Fahrer des Atego musste durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden und wurde im Anschluss mit einem Hubschrauber schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der 25-Jährige konnte nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen werden. Der an beiden Fahrzeugen entstandene Sachschaden beläuft sich geschätzt auf circa 100.000 Euro. Die A9 blieb in Fahrtrichtung Berlin aufgrund des vorausgehenden Brandes sowie des nachfolgenden Unfalls und der damit einhergehenden längerfristigen Aufräum- und Bergungsarbeiten bis heute früh um 7:30 Uhr gesperrt. Die Polizei ermittelt im Falle der verletzten Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Unfall. (mr)
Zeugenaufruf nach versuchtem Handtaschenraub
Ort: Leipzig (Schönefeld-Ost), Schwantesstraße
Zeit: 27.05.2026, gegen 19:30 Uhr
Am Mittwochabend kam es im Leipziger Stadtteil Schönefeld-Ost zu einem versuchten Raubdelikt, in dessen Folge eine Frau (79) leicht verletzt wurde.
Als die 79-Jährige über einen Parkplatz in Höhe der Schwantesstraße lief, kam ihr ein bislang unbekannter Täter auf einem Skateboard entgegen und griff unvermittelt nach ihrer Handtasche. In der weiteren Folge stürzte die Frau und verletzte sich dabei leicht. Der Unbekannte versuchte noch die Tasche an sich zu nehmen, scheiterte jedoch und flüchtete anschließend vom Ort. Zur Personenbeschreibung ist bisher Folgendes bekannt:
• männlich
• circa 17 bis 19 Jahre alt
• dunkelblonde Haare
• circa 1,80m groß
• helles T-Shirt | dunkle Hose
Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Unbekannten geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (tl)
Tatverdächtiger nach Raubdelikt gestellt
Ort: Leipzig (Zentrum), Große Fleischergasse
Zeit: 28.05.2026, gegen 00:40 Uhr bis 01:00 Uhr
In der vergangenen Nacht versuchte ein zunächst unbekannter Tatverdächtiger einer jungen Frau (23) die Handtasche zu stehlen, was jedoch misslang.
Die 23-Jährige befand sich auf den Schultern ihres Begleiters (ebenfalls 23) in der Straße Große Fleischergasse, als plötzlich ein Radfahrer auf sie zufuhr und nach ihrer Tasche griff, die sie in der Hand hielt. In der weiteren Folge fielen die junge Frau und der 23-Jährige zu Boden und verletzten sich dabei leicht. Während der Tatverdächtige in Richtung Brühl flüchtete, nahm der 23-Jährige die Verfolgung auf und verständigte in der Nähe befindliche Polizeibeamte. Bereits wenig später konnten Beamte der Inspektion Zentrale Dienste den Tatverdächtigen (39, deutsch) in der Rosentalgasse stellen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,94 Promille. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung sowie einer Blutentnahme wurde der 39-Jährige nach Rücksprache mit der Bereitschaftsstaatsanwältin aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen. (tl)
BMW fährt gegen Sparkasse
Ort: Leipzig (Engelsdorf), Engelsdorfer Straße
Zeit: 27.05.2026, 11:50 Uhr
Vermutlich aufgrund einer Pedalverwechslung, kollidierte ein BMW X3 M40i mit der Hausfassade einer Sparkasse.
Die 75-Jährige Fahrerin eines BMW X3 M40i parkte zunächst auf dem Parkplatz der Sparkasse, als das Auto plötzlich ungewollt losfuhr und frontal mit der Hausfassade der Filiale kollidierte. Sowohl die Hauswand wie auch eine große Fensterscheibe wurden stark beschädigt, der BMW wies einen Totalschaden an der Front auf. Der 80-Jährige Beifahrer wurde aufgrund der Kollision leicht verletzt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 70.000 Euro. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang und wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall. (mr)