5. Mai: »Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung« – Straßenbahnbefragung zeigt, dass mehr Inklusion notwendig und möglich ist
04.05.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sozialministerin Köpping: »Mobilität, Barrierefreiheit und Teilhabe im Arbeitsleben bewegt viele«
Am 5. Mai findet der jährliche »Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, um für ein selbstbestimmtes Leben und den Abbau von Barrieren zu demonstrieren. Staatsministerin Petra Köpping nimmt dies zum Anlass, die Ergebnisse eines ungewöhnlichen Projektes der Initiative metro_polis vorzustellen, das durch das Sozialministerium fachlich vorbereitend begleitet wurde.
Ende 2025 führte die Initiative eine Befragung in Straßenbahnen in Chemnitz, Leipzig und Dresden sowie der Regionalbahn in der Lausitz durch. Dabei wurden die Fahrgäste zu Gesprächen unter der Überschrift »Behindert sein oder behindert werden – Wie inklusiv ist unsere Gesellschaft?« animiert. Die Beteiligung war beeindruckend: Auf 29 Fahrten mit über 530 beteiligten Menschen wurde sich ausgetauscht und über Probleme, Wünsche und Lösungsideen diskutiert.
Sozialministerin Petra Köpping: »Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt: Viele Themen, die auch wir als Sozialministerium im Blick haben, bewegen die Menschen – ob behindert oder nicht: Mobilität, Barrierefreiheit, Teilhabe im Arbeitsleben, Inklusion in Schulen und vieles mehr. Sehr gefreut hat uns, dass die Menschen offen und gut erreichbar für das Thema sind. Deutlich wurde, dass es wichtig ist, zu sensibilisieren und Informationen zu verbreiten. Es gibt viele Hilfsmöglichkeiten, viele Aktionen, viele engagierte Menschen und Projekte. Nicht alle Unterstützungsmöglichkeiten sind bekannt. Hier müssen wir alle mehr nach dem Motto handeln: Tue Gutes und rede darüber…Deutlich wurde aber auch immer wieder, dass es Berührungsängste gibt. Auch diese lassen sich vor allem durch Information und Sensibilisierung abbauen. Hier sehen wir uns in der Pflicht, Themen rund um Inklusion immer wieder anzusprechen, auch wenn manchmal Anderes wichtiger erscheint: Inklusion ist eine tägliche Aufgabe und deshalb nicht auf morgen oder irgendwann verschiebbar!«
Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Instrument der Staatsregierung, um eine umfassende Teilhabe aller Menschen zu verwirklichen. In diesem werden verschiedene Handlungsfelder wie »Bildung und Ausbildung« oder »Arbeit« betrachtet und konkrete Maßnahmen festgelegt.
Derzeit wird der neue Aktionsplan und der 8. Bericht zur Lage der Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen erarbeitet. Bei diesem Prozess ist es wichtig, die Öffentlichkeit breit zu beteiligen. Hierfür sind die Ergebnisse der Befragung von metro_polis sehr wertvoll. Auch im Landesbeirat für die Inklusion der Menschen mit Behinderungen werden die Ergebnisse vorgestellt.
Zum Projektbericht: https://metro-polis.online/wp-content/uploads/2026/02/Projektbericht_Inklusion.pdf
Mehr Informationen über Inklusion in Sachsen: https://www.behindern.verhindern.sachsen.de/