Gelebtes Europa: Vierter Förderaufruf für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sächsischer und tschechischer Unternehmen gestartet

23.04.2026, 09:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Die Zusammenarbeit an innovativen Ideen kennt keine Grenzen.«

Mit der heutigen Veröffentlichung im Sächsischen Amtsblatt ist der vierte Förderaufruf für gemeinsame sächsisch-tschechische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) gestartet. Thematisch adressiert dieser die Bereiche Life Science, digitale Technologien sowie Fertigungstechnologien. Der Freistaat stellt hierfür fünf Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit.

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Innovation lebt vom Austausch und von neuen Perspektiven. Der vierte Förderaufruf für grenzüberschreitende FuE-Kooperationen bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, Zugang zu zusätzlichem technologischen Know-how zu gewinnen, ihre Netzwerke zu erweitern und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das ist gelebtes Europa!«

Der Aufruf erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie »EFRE/JTF-Technologieförderung 2021 bis 2027« und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und im Verbund mit diesen auch an große Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Sitz oder Betriebsstätte im Freistaat Sachsen. Antrags- und Bewilligungsstelle für die sächsischen Projektteile ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB). Die tschechischen Verbundpartner werden im Rahmen eines synchronen Förderaufrufs der Technology Agency of the Czech Republic (TACR) aus dem tschechischen Förderprogramm »SIGMA« gefördert.

»Die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn ist ein wesentlicher Baustein für eine resiliente und zukunftsfähige Wirtschaftsregion. Von der Kooperation sächsischer und tschechischer Unternehmen bei gemeinsamen Innovationen werden beide Länder nachhaltig profitieren. Innovation ist hierbei der Schlüssel, um Sachsen langfristig als wichtigen Technologiestandort zu behaupten«, so Dirk Panter weiter.

Für die sächsischen Antragsteller ist der Aufruf bis zum 24. Juni 2026 geöffnet. Nähere Informationen zum Aufruf, den Fördervoraussetzungen und -Konditionen und die Möglichkeit zur digitalen Antragstellung über das Förderportal der SAB erhalten sächsische Partner unter: https://www.sab.sachsen.de/efre/jtf-forschung-und-entwicklung-projektf%C3%B6rderung-fue-projektf%C3%B6rderung-2021-bis-2027

Im Rahmen der vorangegangenen Aufrufe aus den Jahren 2023, 2024 und 2025 sind 16 grenzüberschreitende Projektverbünde entstanden, von denen die sächsischen Partner mit insgesamt rund 9 Millionen Euro unterstützt wurden. Beispielhafte Projekte sind

  • die Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen Kleinfahrzeugs,
  • neue Verfahren zur Überwachung und Instandhaltung von Bahninfrastruktur,
  • die verbesserte Kommunikation bei der Steuerung und Überwachung von Verkehrsflüssen,
  • die Nutzung recycelter Materialien im anspruchsvollen industriellen Einsatz und
  • die Entwicklung neuer Verfahren zur Herstellung von Grundstoffen der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie.

Hintergrund: Sächsische Technologieförderung

Sachsen setzt seit vielen Jahren Mittel der Europäischen Strukturfonds ein, um Unternehmen im Freistaat mit einer technologie- und branchenoffenen Technologieförderung bei der Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Verfahren, beim Technologietransfer in Unternehmen sowie beim Aufbau personeller Kapazitäten zu unterstützen. In der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027 wird die kontinuierliche Antragstellung durch gezielte Förderaufrufe mit thematischen oder regionalen Schwerpunkten ergänzt.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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