Aktuelle Informationen zum Erdbeben bei Leipzig
15.04.2026, 12:37 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Landesumweltamt bestätigt Magnitude 3,2 auf der Richterskala
Gestern Abend hat in Leipzig die Erde gebebt. Das Epizentrum lag ca. 25 Kilometer südlich der Stadt Leipzig zwischen Neukieritzsch und Groitzsch. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit.
Registriert wurde das Erdbeben am 14. April um 18:22 Uhr Ortszeit an den Messstationen des seismologischen Sachsen-Netzes. Das Beben erreichte eine Magnitude von 3,2 auf der Richterskala, der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von ca. 22 Kilometern. Die Erschütterungen waren weithin, bis ins Erzgebirge, zu spüren.
Es ist das dritte Beben dieser Stärke in der Metropolregion Halle-Leipzig seit elf Jahren. Das letzte Mal bebte dort die Erde am 29. April 2017(Magnitude 3,0) und am 16. April 2015 (Magnitude 3,2). Das stärkste bekannte Beben in der Region war das Mitteldeutsche Erdbeben von 1872 im Raum Gera / Posterstein mit einer geschätzten Momenten-Magnitude von 5,2.
Das Gebiet von Leipzig liegt ebenso wie das Vogtland auf der Nord-Süd gerichteten, sogenannten Leipzig-Regensburg-Störungszone. Im Gegensatz zu den bekannten Schwarmbeben im Vogtland, bei denen innerhalb weniger Wochen bis zu zehntausend Einzelereignisse registriert werden, handelt es sich bei diesem Beben um ein Einzelereignis.
Die Erdbebenüberwachung in Sachsen erfolgt durch den Seismologie-Verbund Sachsen, der vom LfULG koordiniert wird. Der Verbund betreibt zahlreiche Messstationen in Mitteldeutschland, um die seismische Aktivität in dieser Region zu überwachen. Die Stationen befinden sich im Vogtland, dem Westerzgebirge, in Thüringen und in Sachsen-Anhalt.