Bezirksschornsteinfeger: für sichere Wärme im Zuhause
08.04.2026, 09:50 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
290 Bezirksschornsteinfeger prüfen in Sachsen Feuerstätten und Abgasanlagen
290 bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger sorgen dafür, dass von Heizungen und Öfen keine Gefahren ausgehen. Sie überprüfen in ihren Bezirken zweimal innerhalb von sieben Jahren die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerstätten und dokumentieren die Ergebnisse in einem Kehrbuch. Neue Feuerungsanlagen werden von den Bezirksschornsteinfegern abgenommen.
»Schornsteinfeger sind als Glücksbringer seit dem Mittelalter bekannt. Damit die Sicherheit von Feuerstätten keine Frage des Glücks ist, dafür sind im Freistaat 290 engagierte Bezirksschornsteinfeger im staatlichen Auftrag unterwegs.« informiert Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen (LDS).
Die LDS ist für die Ausschreibung und Bestellung bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger im Freistaat Sachsen zuständig. Die Auswahl wird nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung getroffen. Eine Bestellung ist auf sieben Jahre befristet, eine Wiederbestellung ist möglich. In der Regel enden Bestellungen mit Vollendung des 67. Lebensjahres.
Aktuell sind 290 von insgesamt 320 Kehrbezirken besetzt. Für die restlichen Bezirke musste eine Vertretung durch benachbarte Bezirksschornsteinfegermeister angeordnet werden oder es wurden Kehrbezirke aufgeteilt.
Durch den Fachkräftemangel sind freiwerdende Bezirke immer schwieriger zu besetzten. Der Gesetzgeber hat mit einer Änderung des Schornsteinfeger-Handwerksgesetz reagiert. So können nun auch angestellte Schornsteinfegermeister oder Angestellte mit gleichgestellter Qualifikation, sogenannte Meistergesellen, die Feuerstättenschau vornehmen. Des Weiteren kann die Bestellung um bis zu drei Jahre über das 67. Lebensjahr hinaus verlängert werden, sofern das Einverständnis vorliegt und die gesundheitliche Eignung gegeben ist.