Minister Panter fordert schnelles, entschlossenes Handeln beim Ausbau Erneuerbarer Energien

26.03.2026, 09:55 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Panter: »Abhängigkeit von Öl und Gas wird zunehmend zum Risiko für Wohlstand und Beschäftigung«

Angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten mit steigenden Öl- und Erdgaspreisen und der anhaltenden Blockade zentraler Handelsrouten – wie der Straße von Hormus – warnt Sachsens Energie- und Wirtschaftsminister Dirk Panter vor massiven Verwerfungen für Wirtschaft, Verbraucher und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa.

Energieminister Panter: »Wir erleben gerade mit voller Wucht, wie verletzlich unser derzeitiges Energiesystem ist, welches noch immer zu großen Teilen auf fossilen Brennstoffen aus dem Ausland basiert. Steigende Preise an den Tankstellen sind erst der Anfang einer Entwicklung, die sich durch die gesamte Volkswirtschaft ziehen wird. Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Unsere Abhängigkeit von Öl und Gas wird zunehmend zum Risiko für unseren Wohlstand und unsere Beschäftigung. Wenn Energie teurer wird, verteuert sich am Ende alles – vom Industriegut bis zum Wocheneinkauf.«

Vor diesem Hintergrund hat Sachsen die Bundesregierung bereits mehrfach zum Handeln aufgefordert und wird morgen einen Entschließungsantrag im Bundesrat einbringen, um zumindest kurzfristige Entlastungen an den Tankstellen auf den Weg zu bringen.

»Doch kurzfristige Maßnahmen allein werden nicht ausreichen«, mahnt Panter. Steigende Strompreise und eine anziehende Inflation werden wohl zeitversetzt folgen. Daher müsse nun endlich umgedacht werden, was die Energieversorgung und Energiesicherheit Deutschlands betrifft. »Die aktuelle Krise ist kein Ausreißer, sondern ein Vorgeschmack auf das, was uns droht, wenn wir weiter in global-fossiler Abhängigkeit verharren.«

Panter an sächsische Kritiker der Energiewende: »Energiesouveränität erreichen wir nur durch einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Wind, Sonne und Stromspeicher sind keine Öko-Ideologie – sie geben uns energiepolitische Freiheiten. Wer beim Blick auf die aktuelle Preisentwicklung immer noch glaubt, ein Windrad sei das Problem – und nicht unsere Abhängigkeit von Öl und Gas –, der verkennt die Realität. Das Windrad vor Ort ist jederzeit rückbaubar. Die nächste Energiekrise und die daraus folgenden volkswirtschaftlichen Schäden sind es nicht. Wer um jedes Windrad einen Kulturkampf anzettelt oder unsere Freiheit für billiges Gas an Russland verkaufen will, versündigt sich an unserem Land. Unabhängig werden wir nur, wenn wir jetzt umsteuern. Jeder Euro, den wir heute in die Energiewende stecken, ist ein Beitrag zur Stabilität von morgen.«

»Wir brauchen endlich schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, zusätzliche Investitionen in Stromnetze und Energiespeicher sowie eine verlässliche Förderung des Bundes für erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien. Wir brauchen einen Turbo für den Ausbau von Wind- und Solarenergie, eine moderne Infrastruktur und gezielte Entlastungen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Halbherzige Schritte reichen nicht mehr aus«, so Panter.

Panter abschließend: »Jetzt ist der Moment zum Umdenken. Wer beim Blick ins Portemonnaie die steigenden Kosten spürt, erkennt: Erneuerbare Energien sind keine abstrakten Zukunftsthemen, sondern die konkreten Antworten auf die Preisrealität im Alltag.« Sachsen werde seinen Beitrag leisten und den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Transformation der Industrie weiter vorantreiben. Gleichzeitig sei klar: Die aktuellen Herausforderungen könnten nur im Schulterschluss mit dem Bund wirksam bewältigt werden.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

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