Europäische Tage des Kunsthandwerks: Sachsen ist erneut das teilnehmerstärkste Bundesland

06.04.2026, 09:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Rund 200 Betriebe laden vom 10. bis 12. April zum Zuschauen und Mitmachen live vor Ort ein | Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Wer einen kreativen Ausbildungsplatz sucht, ist hier richtig.«

Das Kunsthandwerk besitzt regionalwirtschaftlich eine hohe Bedeutung für Sachsen. Über 1.600 Unternehmen sowie 1.300 Kleinunternehmen mit insgesamt rund 10.800 Beschäftigten erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 800 Millionen Euro. Zu den 12. Europäischen Tagen des Kunsthandwerks (ETAK) werden vom 10. bis 12. April rund 200 Kreativschaffende ihre Ateliers, Werkstätten, Studios und Läden für Besucherinnen und Besucher öffnen. Die Bandbreite der präsentierten Objekte reicht von Schmuck und Mode über Oster- und Weihnachtsdekoration bis hin zu Skulpturen und Möbel. Der Freistaat ist auch in diesem Jahr das teilnehmerstärkste Bundesland.

Das sächsische Wirtschaftsministerium (SMWA) unterstützt seit Jahren die Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig bei der Durchführung der beliebten Kunsthandwerkstage. Wirtschaftsminister Dirk Panter lädt alle Interessierten ein, den Kunsthandwerkern über die Schultern zu schauen und selbst kreativ zu werden. »Unser sächsisches Kunsthandwerk steht für Kreativität, Perfektion, Fleiß und regionales Engagement. Es ruht sich nicht auf Bewährtem aus, sondern entwickelt Tradition weiter – stets mit dem Gespür für innovative, zeitgemäße Ideen. Die Branche stiftet Identität und trägt zu einer positiven Wahrnehmung Sachsens bei«, sagt Panter und rät: »Besonders allen Jugendlichen, die an einem kreativen Beruf interessiert sind, lege ich einen Besuch der Kunsthandwerkstage ans Herz. Die Chance, einen spannenden Ausbildungsberuf zu entdecken, mit Kunsthandwerkern ins Gespräch zu kommen und sich direkt auszuprobieren, ist nirgendwo so groß wie hier.«

Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks finden jährlich im April in 24 europäischen Ländern statt. In Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr zehn Bundesländer an dem langen Wochenende der offenen Werkstätten: neben Sachsen auch Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Im Vorjahr haben sich in Sachsen 210 Betriebe bei den Kunsthandwerkstagen präsentiert. Das machte fast ein Drittel aller Teilnehmenden bundesweit aus. Laut einer Umfrage haben zwei Drittel der teilnehmenden Betriebe etwas verkauft, Anfragen erhalten oder neue Kontakte geknüpft.

Hintergrund: Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine für Sachsen wichtige Branche. Sie umfasst zwölf Teilmärkte – von Architektur und Design über Kunsthandwerk und Musikwirtschaft bis Presse, Software/Games und Werbung. 2023 arbeiteten insgesamt rund 81.000 Menschen in etwa 9.800 Unternehmen sowie 16.000 Kleinunternehmen. Mit einem Umsatz von 4,78 Milliarden Euro erzielt die Branche rund zwei Prozent des Gesamtumsatzes aller sächsischen Unternehmen – knapp hinter dem Maschinenbau und deutlich vor Gastgewerbe und Fahrzeugbau. Typisch sind kleinteilige Strukturen und ein hoher Anteil an Selbstständigen (rund 25.500 Personen, davon 21.000 solo-selbstständig).


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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