Fachkräfteallianz Sachsen mit neuer Führung
18.03.2026, 13:09 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Staatssekretär Scheel »Fachkräftesicherung braucht eine starke Sozialpartnerschaft«
Die Fachkräfteallianz Sachsen hat in ihrer heutigen Sitzung (18. März) eine neue Leitung gewählt. Nach Personalwechseln im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) sowie beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) übernimmt Staatssekretär Sebastian Scheel den Vorsitz der Allianz. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Daniela Kolbe, Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Im Amt bleibt als weitere Stellvertretung Matthias Matz, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V. (VSW). Schirmherr bleibt Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter.
Staatssekretär Scheel: »Fachkräfte sind die Basis für wirtschaftliches Wachstum und entscheidend, um unseren Wohlstand zu sichern. Wenn Wirtschaft, Sozialpartner, Politik und Verwaltung eng zusammenarbeiten, können wir die richtigen Antworten auf die demografische Entwicklung und die wirtschaftlichen Herausforderungen geben. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheiten und Krisen brauchen wir eine starke Sozialpartnerschaft. Die Fachkräfteallianz bringt dafür alle wichtigen Partner zusammen, um Lösungen zu entwickeln und sie umzusetzen.«
DGB-Bezirksvorsitzende Daniela Kolbe: »Die Zukunft Sachsens steht und fällt mit gut ausgebildeten Fachkräften in allen Bereichen. Ob in der Industrie, im Gesundheitswesen und der Pflege, der Bildung, dem Verkehr oder den Dienstleistungsbereichen – ohne gut qualifizierte und engagierte Fachkräfte sieht es mau aus. Ich freue mich, im Vorstand der Fachkräfteallianz mitzuwirken. Mein Anspruch ist, Sachsen für die Beschäftigten von heute und die Beschäftigten von morgen zukunftsfest aufzustellen. Dazu gehören gute und sichere Arbeitsplätze, hochwertige Aus- und Weiterbildung und eine hohe soziale Sicherheit.«
Demografie und Transformation als zentrale Herausforderungen
Die Folgen des demografischen Wandels werden immer spürbarer: Laut der 8. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamtes wird die Zahl der Menschen im Erwerbsalter in Sachsen in den nächsten zehn Jahren um durchschnittlich rund 15.000 pro Jahr sinken (mittlere Variante).
Zugleich verändern technologische Entwicklungen, geopolitische Umbrüche und Veränderungen im Welthandel die Arbeitswelt tiefgreifend. Während die Gesamtnachfrage nach Arbeitskräften schwankt, bleiben viele Branchen weiterhin auf der Suche nach dringend benötigten Fachkräften.
Angesichts dieser Herausforderungen arbeitet die Fachkräfteallianz Sachsen an der Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie des Freistaates. Gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Arbeitsmarktpolitik und Verwaltung werden aktuelle Handlungsfelder identifiziert und Empfehlungen zur Fachkräftesicherung erarbeitet.
Hintergrund
Die Fachkräfteallianz Sachsen besteht seit 2015 als Zusammenschluss von Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie Politik und Verwaltung. Sie hat maßgeblich an der Fachkräftestrategie Sachsen 2030 mitgewirkt und begleitet zahlreiche Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung der Fachkräftebasis.
Seit ihrer Neuausrichtung im September 2025 wird die Allianz von einem breiten Netzwerk sächsischer Partner unterstützt. Neben Staatsministerien wirken Kammern, Verbände, Gewerkschaften, kommunale Vertreter und die LIGA der freien Wohlfahrtspflege mit.
Gemeinsam bündeln sie Fachwissen und Erfahrung, um die Fachkräftesicherung in Sachsen zielgerichtet weiterzuentwickeln.