Bilanz zur Landarztquote: Anhaltendes Interesse am Medizinstudium außerhalb des Numerus Clausus
17.03.2026, 08:25 Uhr — 1. Korrektur (aktuell)
100 Bewerbungen eingegangen – darunter 66 Frauen und 34 Männer
»Für das aktuelle Bewerbungsverfahren der sächsischen Landarztquote sind rund 100 Bewerbungen eingegangen, darunter 66 Frauen und 34 Männer. Damit bleibt das Interesse am Medizinstudium über die Landarztquote auf einem hohen Niveau«, teilte LDS-Präsident Béla Bélafi mit. Er wies darauf hin, dass derzeit das Auswahlverfahren stattfindet und im Juni die 40 Studienplätze vergeben werden. Die Landarztquote sein ein wichtiger Baustein, um die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen auch künftig zu sichern.
Hintergrund
Seit dem Wintersemester 2022/2023 ermöglicht die sächsische Landarztquote den Zugang zum Medizinstudium außerhalb des Numerus Clausus. 6,5 Prozent der Medizinstudienplätze werden über die Landarztquote vergeben. Im Jahr 2026 entspricht das 40 Studienplätzen.
Seit Einführung der Landarztquote lagen die Bewerbungszahlen bei 67 (WS 2022/2023), 121 (WS 2023/2024), 130 (WS 2024/2025) und 104 (WS 2025/2026).
Die ausgewählten Bewerber verpflichten sich, nach Studium und Facharztausbildung mindestens zehn Jahre als Hausarzt in Regionen tätig zu sein, in denen ein besonderer Bedarf festgestellt wurde.
Studienorte sind Leipzig, Dresden und Chemnitz. Die Auswahlgespräche für das Wintersemester 2026/2027 werden voraussichtlich Anfang Juni stattfinden.
Weiterführende Informationen zum Bewerbungsverfahren, zu den erforderlichen Unterlagen sowie zum öffentlich-rechtlichen Vertrag stehen auf dem Themenportal Inneres, Soziales und Gesundheit der Landesdirektion Sachsen bereit.