Wissenschaftsland Sachsen – TU Dresden bleibt exzellent und 80 Mio. € neue Bundesmittel ab 2027

11.03.2026, 18:33 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Insgesamt 280 Mio. EUR Bundesmittel für Sachsen im Exzellenzwettbewerb

Sachsen ist ein Spitzenstandort für Wissenschaft. Mit unserem Wissenschaftsland zieht der Freistaat herausragende Talente an und stärkt Mikroelektronik, Robotik, Biotechnologie, nachhaltiges Bauen und Spitzenmedizin.

Die im Rahmen der Exzellenzstrategie/-initiative seit 2006 zur Verfügung stehenden Mittel tragen dazu bei, diese Position stetig auszubauen und zu festigen.

TU Dresden bleibt Exzellenzuniversität
Die erfolgreiche Verteidigung des Exzellenz-Status durch die TU Dresden ist eine hervorragende Nachricht für das ganze Wissenschaftsland Sachsen. Sie ist eine Bestätigung der vielfältigen Leistungen der Universität und ein Erfolg auch für die sächsische Wissenschaftspolitik der vergangenen Jahrzehnte. Der Titel steht für wissenschaftliche und organisatorische Bestleistungen, weltweite Sichtbarkeit und für eine finanzielle Förderung, die neue Spitzenforschung ab 2027ermöglicht.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow freut sich mit der TU Dresden:
»Meine herzlichen Glückwünsche gehen an die TU Dresden. Der Exzellenzstatus strahlt weit über die Universität selbst hinaus. Davon profitiert das gesamte Wissenschaftsland Sachsen, weil der Titel ein starkes Licht auf das Ökosystem aus starken Forschungspartnern, Netzwerken und die einzigartige Forschungsinfrastruktur wirft. Im internationalen Vergleich gehört der Freistaat Sachsen damit zur absoluten Spitze. Dieser Verbund ist hochattraktiv für die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Eine starke Exzellenzuniversität wie die TU Dresden, in Verbindung mit besten Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre wirkt wie ein Magnet für den gesamten Freistaat. Das hat sich bereits in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt. Die Investitionen des Freistaates Sachsen in seine Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben sich bezahlt gemacht.«

Hintergrund zu Exzellenz-Strategie des Bundes und der Länder
Die Technische Universität Dresden war bereits im Rahmen der früheren Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich. Das erste Cluster wurde ihr 2006 zugesprochen. Seit 2012 hat die Technische Universität Dresden den Status einer Exzellenzuniversität. Seit 2019 gehört die bislang einzige Exzellenz-Uni in den ostdeutschen Flächenländern zu den dauerhaft geförderten Einrichtungen, die sich aber einer strengen Evaluation durch ein vom Wissenschaftsrat eingesetztes Expertengremium stellen muss. In dem Verfahren wird die Entwicklung der Universität mit Blick auf ihren Exzellenz-Status und dessen Wirkung untersucht. Wichtige Kriterien für die Beurteilung sind die bisherigen exzellenten Forschungsleistungen und ein strategisches, institutionsbezogenes Gesamtkonzept.
Bestehende Exzellenzuniversitäten werden alle sieben Jahre evaluiert.

Weitere Voraussetzung für die Förderung als Exzellenzuniversität ist die erfolgreiche Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern. Die TU Dresden hatte im vergangenen Jahr zwei zusätzliche Exzellenzcluster-Förderungen eingeworben. Zusammen mit den drei bestehenden Clustern verfügt die Universität heute über fünf Cluster.

Seit 2012 flossen durch die eingeworbene Förderung als Exzellenzuniversität ca. 141 Mio. EUR Bundesmittel. Diese wurden mit Landesmitteln von ca. 47 Mio. EUR durch den Freistaat Sachsen kofinanziert. Mit dieser Gesamtförderung von ca. 188 Mio. EUR konnten u.a. die Exzellenzcluster entwickelt und ausgebaut werden.

Dies ermöglichte in der Vergangenheit die Entwicklungen wichtiger Forschungstechnologien wie beispielsweise:

  • ein smarter Handschuh der den physischen Greifvorgang voraussagen kann
  • einen intelligenter Fahrsimulator, welcher automatisierte Fahrfunktionen testet
  • ein Protonenstrahler der kombiniert mit Magnet‑Resonanz‑Bildgebung neue Wege in der Krebstherapie eröffnet
  • den Ausbau der Rechenkapazitäten des TU Dresden eigenen Supercomputers, um bislang unlösbare Datenmengen zu bewältigen

Die Mittel werden zudem eingesetzt um strukturelle Grundlagen für exzellente Forschung zu schaffen, Spitzentalente zu gewinnen und die Sichtbarkeit national sowie international zu stärken.

Exzellenzförderung ab 2027
Die TU Dresden hat nun die Chance auf bis zu 80 Mio. EUR Bundesmittel für sieben Jahre ab 2027. Weitere 200 Mio. EUR Bundesmittel fließen bereits nach Sachsen durch die insgesamt 6 Exzellenzcluster (eins davon an der Universität Leipzig).


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange
Telefon: +49 351 564 60200
E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de
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