Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter zum Industrial Accelerator Act: »Einstieg in strategische Industriepolitik«
06.03.2026, 10:02 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die EU-Kommission möchte unter dem Motto »Buy European« (»Kaufe europäisch«) den Kauf von Produkten aus der Europäischen Union fördern. Der Gesetzesvorschlag »Industrial Accelerator Act« zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen in Schlüsseltechnologien zu stärken. Der Schwerpunkt soll auf energieintensiven Industrien, der automobilen Wertschöpfungskette und Netto-Null-Technologien liegen. Mit den geplanten Maßnahmen will die EU ihre Abhängigkeit von Importen aus Nicht-EU-Ländern, insbesondere Asien, mindern und Lieferketten stabiler machen.
Dazu sagt der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter:
»Der Gesetzesvorschlag der EU ist ein richtiger Schritt und der Einstieg in eine strategische Industriepolitik. Die EU hat erkannt, dass viele Industriebranchen unter hohem Druck stehen und akuter Handlungsbedarf besteht. Das ist wichtig, denn wir erleben die Folgen auch in Sachsen: In keiner Branche war das zuletzt so deutlich spürbar wie in der Photovoltaik-Industrie, wo leider auch ein sächsischer Hoffnungsträger vor dem erdrückenden chinesischen Wettbewerb in die Knie gehen musste. Das darf sich so nicht wiederholen. Daher bin auch ich für eine Kennzeichnung oder Labelung – etwa mit einem ,Made in Europe‘-Logo. Dabei gilt es aber unbedingt, die Unternehmen nicht mit zusätzlicher Bürokratie zu belasten.«