Heinz Kaiser ist neuer Leiter des LTV-Betriebes Elbaue/ Mulde/Untere Weiße Elster in Rötha
02.03.2026, 09:46 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Bauingenieur Heinz Kaiser ist ab heute (Montag, 2. März 2026) neuer Leiter des Betriebes Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Damit übernimmt er den Staffelstab von Axel Bobbe, der Ende Februar in den Ruhestand eintrat. »Mit Heinz Kaiser haben wir einen hochmotivierten Baufachmann für diese anspruchsvolle Position gewinnen können, der die Landestalsperrenverwaltung bestens kennt. Ich wünsche dem neuen Betriebsleiter viel Kraft, Erfolg und Begeisterung bei der Bewältigung seiner neuen Aufgabe«, sagte Eckehard Bielitz, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Sachsen.
Heinz Kaiser, geboren 1971 in Leipzig, absolvierte in der Wendezeit eine Ausbildung zum Baufacharbeiter mit Abitur. Danach studierte er Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Leipzig und arbeitete für verschiedene Baufirmen und Ingenieurbüros. Nach mehreren Jahren Selbstständigkeit und einer kurzen Anstellung bei der Stadtverwaltung Böhlen zog es ihn 2003 zur Landestalsperrenverwaltung Sachsen nach Rötha.
Ab 2004 leitete Heinz Kaiser die Leitstelle Hochwasserschadensbeseitigung, die nach dem Hochwasser 2002 gegründet und später zur Stabsstelle Hochwasserschutz umgebaut wurde. Ab 2008 widmete er sich vor allem Hochwasserschutzprojekten an der Mulde. So trägt beispielsweise die Hochwasserschutzanlage in Grimma seine Handschrift. Im Jahr 2011 stieg er zum Betriebsteilleiter Mulde auf, eine Position, die er – unterbrochen durch eine einjährige Abordnung an die Landesdirektion Sachsen – bis zu seiner Ernennung zum Betriebsleiter innehatte. Gleichzeitig war er bereits viele Jahre stellvertretender Leiter des Betriebes.
Sein Vorgänger, Axel Bobbe, leitete ab 1990 die Talsperrenmeisterei Rötha, den heutigen Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Davor war er Investbauleiter bei der Wasserwirtschaftsdirektion Saale / Werra. Ursprünglich stammt Axel Bobbe aus Sachsen-Anhalt. Zum Studium zog es den Wolfener in den 1980er Jahren jedoch nach Sachsen – an die Technische Universität Dresden. Dort ließ er sich nach seinem Bauingenieursstudium zusätzlich zum Fachübersetzer Englisch ausbilden.
Geschäftsführer Eckehard Bielitz dankte Axel Bobbe für sein Lebenswerk im Dienst der sächsischen Wasserwirtschaft. »Die Landestalsperrenverwaltung verliert mit Axel Bobbe nicht nur einen erfahrenen Fachmann und eine starke Persönlichkeit, sondern auch eines der letzten Gründungsmitglieder, welches unsere Arbeit insbesondere im Raum Leipzig und Nordsachsen von Anfang an geprägt hat. Er hat sich stets aktiv für die Belange der Wasserwirtschaft eingesetzt und damit bleibende Spuren in der Region hinterlassen. Dafür danken wir ihm herzlich.«
Hintergrundinformation
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen besteht aus einer Zentrale in Pirna und fünf regionalen Betrieben. Der Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster mit Sitz in Rötha ist für die Gewässer I. Ordnung, den Hochwasserschutz und die staatlichen Stauanlagen der Stadt Leipzig sowie der Landkreise Leipzig, Nordsachsen und teilweise Mittelsachsen verantwortlich. Dazu gehören 12 Brauchwassertalsperren und Wasserspeicher sowie 10 Hochwasserrückhaltebecken mit rund 161 Millionen Kubikmetern Stauraum. Dazu kommen rund 770 Flusskilometer mit den dazugehörigen Hochwasserschutzanlagen.
In Trebsen bei Grimma betreibt der Betrieb zudem ein Hochwasserschutzlager der Landesreserve Hochwasserschutz. Hier lagern unter anderem rund fünf Millionen Sandsäcke für den Notfall.
Hinweis an die Redaktionen
Das angehängte Foto zeigt den neuen Betriebsleiter Heinz Kaiser (rechts), den ehemaligen Betriebsleiter Axel Bobbe (Mitte) und den Geschäftsführer der LTV Eckehard Bielitz (links) bei der symbolischen Staffelstabübergabe.
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© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Danny Jüngling