Vive la coopération franco-saxonne! Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht Frankreich

08.03.2026, 09:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Reise mit Fachdelegation bis 13. März | Schwerpunkte: Mikroelektronik, Life Sciences, Verbundwerkstoffe, Erneuerbare Energien

Frankreich ist für Sachsen einer der wichtigsten Außenhandelsmärkte. Der Freistaat möchte seine guten wirtschaftlichen Beziehungen zur zweitgrößten Volkswirtschaft der EU festigen und vor Ort neue Kontakte knüpfen. Unter der Leitung von Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter wird eine Fachdelegation vom 9. bis 13. März Grenoble, Paris und Montpellier besuchen. Die Schwerpunkte der Unternehmens- und Messebesuche und politischen Gespräche liegen auf Kooperationen in der Mikroelektronik sowie aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Verbundwerkstoffe, Lebenswissenschaften (»Life Sciences«) und Erneuerbare Energien.

Es ist der erste Besuch eines sächsischen Wirtschaftsministers in Frankreich seit 2012. Die Reise wird vom Wirtschaftsministerium (SMWA) gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) organisiert. Zur bevorstehenden Reise sagt Dirk Panter: »Mit kaum einem anderen Land ist Deutschland so partnerschaftlich verbunden wie mit Frankreich. In einer Zeit von globalen Umbrüchen, Protektionismus und instabilen Lieferketten ist diese Zusammenarbeit innerhalb Europas mehr denn je unerlässlich. Nur durch vereinte Anstrengungen können wir als Kontinent unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern, Innovationen vorantreiben und unsere strategische Souveränität wahren. Zusammen sind wir stärker – sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch.«

Das Programm wird in Grenoble im Südosten des Landes starten (9./10. März). Die 156.000 Einwohner zählende Stadt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes ist einer der wichtigsten Mikroelektronik-Standorte Europas nach dem Silicon Saxony. Minister Panter wird dort mit der sächsischen Delegation (u.a. GlobalFoundries, Teksend Photomask, Fraunhofer IZM-ASSID) Unternehmen und Forschungseinrichtungen besuchen, die etwa im Bereich der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz tätig sind.

WFS-Geschäftsführer Thomas Horn ergänzt zum Besuch in Grenoble: »Die Technologiecluster Silicon Saxony und Minalogic in Grenoble sind die Gründer und gleichzeitig die Hauptachse des Silicon Europe-Netzwerks, das die Mikroelektronikregionen Europas miteinander verbindet. Viele sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben bereits wirtschaftliche Beziehungen in die Region Grenoble, beispielsweise zu STMicroelectronics, soitec oder zum CEA-leti. Wir freuen uns auf die erneuten Gespräche mit unseren langjährigen Partnern in Grenoble, denn Minalogic ist für die sächsische Mikroelektronik ein hervorragender Partner für die weitere Vernetzung und Kooperationsvermittlung in Frankreich. Im Rahmen unserer Reise möchten wir diese Kontakte nun auch gezielt auf den Bereich Künstliche Intelligenz ausweiten und dazu das MIAI Cluster (Multidisciplinary Institute in Artificial Intelligence) der Université Grenoble Alpes besuchen.«

In der Hauptstadt Paris (10./11. März) steht ein Besuch der JEC World – die weltweit führende Messe für Verbundwerkstoffe – auf dem Programm. Sie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Verbundwerkstoffe ab – von der Rohstoffgewinnung bis zu den Endanwendungen. Dirk Panter wird am sächsischen Gemeinschaftsstand mit den mehr als zwanzig Ausstellern sprechen.

Darüber hinaus plant der Minister in Paris einen Rundgang durch das 34.000 Quadratmeter große Gründerzentrum »Station F«. Es befindet sich in einer umgebauten Güterumschlagshalle und gilt als größter Startup-Campus der Welt.

Das dritte Reiseziel wird das Industriezentrum Montpellier in Südfrankreich sein (12./13. März). Die Stadt hat 310.000 Einwohner und liegt in der Region Okzitanien, die seit längerer Zeit wirtschaftliche und kulturelle Kontakte mit Sachsen pflegt. Die sächsische Delegation besichtigt dort Unternehmen aus dem Bereich »Life Sciences« – u. a. die Fertigung von Medikamenten mit 3D-Druck – und auch ein großes Einsatzzentrum für Erneuerbare Energien. Es steuert aus der Ferne hunderte von Anlagen, darunter Wind-, Solar und Wasserkraftwerke. Außerdem sind Gespräche mit Vertretern politischer Institutionen und regionaler Wirtschaftsverbände vorgesehen.

Außenhandelsstatistik Sachsen – Frankreich

2024 lieferten sächsische Unternehmen Waren im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro nach Frankreich. Dies war der höchste Wert seit mindestens 15 Jahren. Damit belegte das Nachbarland im Länder-Ranking den sechsten Platz. Die Exporte umfassten hauptsächlich Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus, Maschinenbaus, der Elektrotechnik sowie Luftfahrzeuge und Waren aus Kunststoffen. 2025 setzte sich diese positive Entwicklung fort: Nach dem dritten Quartal lagen Sachsens Exporte nach Frankreich 13 Prozent über dem Vorjahresniveau.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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