Europa fördert Sachsen: Freistaat unterstützte Unternehmen seit 2023 mit rund 87 Millionen Euro aus dem MINT-Fachkräfteprogramm ESF Plus
02.03.2026, 09:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Positive Zwischenbilanz der laufenden Förderperiode - Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Branchen- und technologieoffene Förderung steigert Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit«
Der Freistaat Sachsen setzt Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) und Landesmittel ein, um vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Fachkräfte – insbesondere aus den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) – zu unterstützen. Ziel ist es, Innovationen umzusetzen, den Transfer von Wissen und Erfahrung zu stärken sowie den Austausch und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungskooperationen zu fördern.
Wirtschaftsminister Dirk Panter zieht eine positive Zwischenbilanz der vergangenen drei Jahre: »Ich freue mich sehr, dass das MINT-Fachkräfteprogramm auf so große Resonanz stößt. Seit 2023 konnten 411 Vorhaben im Gesamtumfang von rund 87 Millionen Euro (rund 71,5 Millionen Euro ESF-Mittel und 15,5 Millionen Euro Landesmittel) bewilligt werden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen im Zentrum ökonomischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse und müssen aktiv Investitionen in Innovationen und kluge Köpfe umsetzen. Wir helfen ihnen dabei, ihre Innovationskraft weiter auszubauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.«
Bisher sind 130 Innovationsassistenten, 93 InnoManager und acht Transferassistenten sowie 180 Projektanträge im Fördergegenstand InnoTeam bewilligt worden. Die Bandbreite der geförderten Vorhaben ist groß: Sie reicht von der Entwicklung neuer Verfahren zur Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff aus biogenen Abfällen über die Weiterentwicklung und Optimierung von Produktionsprozessen und den Aufbau eines Prozess- und Innovationsmanagements bis hin zur Entwicklung visueller Hilfsmittel bei der Planung von Bahnprozessen sowie neurochirurgischer Schulungssysteme.
Dirk Panter weiter: »Die Vielfalt der Projekte zeigt den Ideenreichtum und die Innovationskraft der sächsischen Unternehmen: Sachsen ist Innovationsland. Mit unserer branchen- und technologieoffenen Förderung eröffnen wir gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, gute Ideen schneller in die Praxis umzusetzen. Gleichzeitig investieren wir gezielt in unsere wichtigste Ressource. Wir wollen Fachkräfte für Sachsen gewinnen und junge, gut ausgebildete Menschen im Freistaat halten.«
Der Freistaat stellt in der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027 für diese Förderung insgesamt 108 Millionen Euro europäische Mittel und Landesmittel bereit. In den Förderbausteinen Innovationsassistent, InnoManager und Transferassistent können weiterhin laufend Anträge bei der SAB – Sächsische Aufbaubank – Förderbank – einigereicht werden.
Hintergrund
Das MINT-Fachkräfteprogramm ESF Plus 2021 bis 2027 umfasst vier Förderbausteine: Innovationsassistent, InnoManager, Transferassistent und InnoTeam.
Mit der Förderung von Innovationsassistentinnen und Innovationsassistenten werden sächsische KMU bei der unbefristeten Neueinstellung von Nachwuchsfachkräften unterstützt. In Projekten mit innovativem Charakter – zum Beispiel der Entwicklung eines neuen Produktes oder eines neuen Verfahrens – bringen die geförderten Personen ihr erlerntes Wissen in sächsischen Unternehmen zur Anwendung und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
»InnoManagerinnen« und »InnoManager« beschäftigen sich mit dem strategischen Innovationsmanagement in Unternehmen und tragen zu Prozess- und Organisationsinnovationen bei. Die Unternehmen werden damit in ihrer Fähigkeit zur Anpassung an den technologischen und nachhaltigen Wandel unterstützt.
Transferassistentinnen und Transferassistenten haben die Aufgabe, sächsische KMU beim Technologie- und Wissenstransfer zu unterstützen. Dafür werden sie an Transferstellen der sächsischen Hochschulen, an Forschungseinrichtungen oder bei Technologiemittlern eingesetzt und bereiten Forschungsergebnisse und Know-how gezielt für KMU auf.
Mit den »InnoTeams« wird die Zusammenarbeit zwischen sächsischen Unternehmen und Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt. In gemeinsamen Kompetenzteams werden Produkte oder Verfahren entwickelt oder verbessert. Unternehmen profitieren damit unmittelbar vom Wissen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Projekte befördern den gegenseitigen Austausch, unterstützen den Aufbau langfristiger Kooperationen und stärken somit die Innovationskraft der beteiligten KMU.