Sachsens Finanzminister bezeichnet Tarifabschluss als tragbaren Kompromiss

16.02.2026, 12:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst sollen in drei Stufen über 27 Monate einen Lohnzuschlag von 5,8 Prozent erhalten. Darauf haben sich die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossene Arbeitgeberseite und die Gewerkschaften nach mehrwöchigen Verhandlungen am 14. Februar verständigt. Zum 1. April 2026 werden die Entgelte um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro angehoben, zum 1. März 2027 erfolgt eine Anhebung um weitere 2,0 Prozent und der letzte Erhöhungsschritt von 1,0 Prozent folgt am 1. Januar 2028.

Sachsens Finanzminister Christian Piwarz bezeichnete den Tarifabschluss als ein »realistisches Ergebnis und einen tragbaren Kompromiss in finanziell schwierigen Zeiten«. »Das Verhandlungsergebnis würdigt einerseits die Leistungen der Tarifbeschäftigten, berücksichtigt andererseits die schwierige Haushaltslage der Bundesländer«, so der Finanzminister. Christian Piwarz hatte als erster Stellvertreter des Vorsitzenden der TdL das Ergebnis mit ausgehandelt.

Die Mehrkosten für die Tarifeinigung vom 14. Februar 2026 für die Tarifbeschäftigten des Freistaates Sachsen belaufen sich im Jahr 2026 auf rund 92 Millionen Euro. Für die Jahre 2027 und 2028 betragen die Mehrkosten jeweils gegenüber dem Jahr 2025 etwa 450 Millionen Euro.

»Für die Kosten in diesem Jahr haben wir im aktuellen Haushalt vorgesorgt. Im Rahmen der laufenden Beratungen für den kommenden Doppelhaushalt 2027/2028 werden wir die Mehrkosten entsprechend einplanen müssen«, sagte Finanzminister Christian Piwarz.

Der Tarifabschluss gilt in Sachsen zunächst für die rund 58.500 Beschäftigten. Die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die rund 59.200 Beamten (Beamte, Richter und Versorgungsempfänger) wird in den kommenden Wochen beraten.


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