SEMICON Südkorea: WFS baut Aktivitäten und Netzwerk für Halbleiterbranche in Asien aus
15.02.2026, 10:43 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) intensiviert ihre Aktivitäten zur internationalen Positionierung des sächsischen Halbleiter- und Mikroelektronikstandorts in Asien. Im Rahmen der SEMICON Südkorea, die vom 11. bis 13. Februar in Seoul stattfand, präsentierte die WFS die Region Silicon Saxony als einen der führenden europäischen Standorte für Mikroelektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnologien. Höhepunkt war eine Investorenveranstaltung vor Messebeginn mit rund 70 Vertretern südkoreanischer Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen. Der Termin bot ein umfangreiches Vortrags- und Netzwerk-Programm und damit eine ideale Plattform für den gezielten Austausch zu Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten entlang der Halbleiter-Wertschöpfungskette.
Die Messebeteiligung und Standortpräsentation wurden im Rahmen des Programms zur Internationalisierung der Regionen im Strukturwandel (ISW) von Germany Trade & Invest (GTAI) in Zusammenarbeit mit der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) umgesetzt und mit Mitteln des Bundes unterstützt.
»Südkorea zählt zu den bedeutendsten Halbleitermärkten weltweit und ist Sitz führender Unternehmen wie Samsung und SK Hynix, die einen wesentlichen Anteil an der globalen Produktion von Speicherchips und weiteren Halbleiterkomponenten haben. Vor diesem Hintergrund ist es ein konsequenter Schritt, unsere Aktivitäten - neben Taiwan, Japan und den USA – nun auch verstärkt auf Südkorea auszurichten. Wir sehen hier vielfältige Anknüpfungspunkte für Investitionsprojekte und technologische Kooperationen. Der große Zuspruch auf unserer Veranstaltung unterstreicht, dass beiderseitige Interesse an einer engeren Zusammenarbeit«, zieht WFS-Geschäftsführer Thomas Horn eine positive Bilanz.
»Die enge Verbindung zwischen der Halbleiterindustrie und dem Automobilsektor ist ein zentraler Treiber für Innovationen, insbesondere da softwaredefinierte Fahrzeuge zum globalen Standard werden. Durch unsere Präsenz bei dieser Veranstaltung konnten wir zeigen, wie sächsisches Software-Know-how in Zusammenarbeit mit südkoreanischen Partnern und Kunden die Mobilität der Zukunft mitgestaltet. Durch die Integration unserer fortschrittlichen automatisierten Testlösungen in die erstklassige Hardware-Fertigung Südkoreas schaffen wir eine nahtlose Brücke zwischen Software- und Chipdesign sowie der Nutzung in Fahrzeugen. Wir freuen uns darauf, diese technologischen Verbindungen zu vertiefen, um sicherzustellen, dass sowohl Sachsen als auch Südkorea an der Spitze der globalen Mobilitätsrevolution bleiben«, sagt Taekhyun Kim, Vertriebsleiter bei der tracetronic GmbH aus Dresden.
Sächsische Unternehmen auf der SEMICON Südkorea
Auf der SEMICON Korea waren zudem einige weitere sächsische Unternehmen, wie z.B. die 3D Micromac AG und die scia Systems GmbH aus Chemnitz sowie die DAS Environmental Expert GmbH aus Dresden als Aussteller vertreten. Sie nutzten die Messe als zentrales Branchentreffen im asiatischen Raum, um ihre Kompetenzen insbesondere in den Bereichen Halbleiterfertigung, Automatisierung, Test- und Prozesslösungen zu präsentieren und bestehende internationale Geschäftskontakte zu vertiefen sowie neue Kooperationspotenziale zu identifizieren. Das Netzwerk in Asien wächst somit durch konkrete Beziehungen sächsischer Unternehmen.
Weitere WFS-Projekte für die Halbleiterbranche in Asien
Die Veranstaltung in Südkorea ist Bestandteil eines langfristig angelegten Maßnahmenpakets der WFS zur internationalen Investorenakquise, zur Standortvermarktung und Vernetzung sächsischer Unternehmen der Halbleiter- und Mikroelektronikbranche in Asien. Weitere wichtige Termine im Jahresverlauf sind die SEMICON Taiwan vom 1. bis 4. September sowie die SEMICON Japan vom 9. bis 11. Dezember, auf der sächsische Unternehmen erneut im Rahmen eines German Pavilion vertreten sein werden.
Branchenübergreifende Aktivitäten mit Südkorea
Über die Halbleiterbranche hinaus pflegt die WFS seit mehreren Jahren enge Beziehungen nach Südkorea. Bereits 2022 wurde mit der südkoreanischen Regierungsagentur TIPA (Korea Technology and Information Promotion Agency for SMEs) eine Absichtserklärung zur Intensivierung der Zusammenarbeit unterzeichnet. Ziel ist es, die Exportaktivitäten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beider Länder zu unterstützen, Kooperationsprojekte und Partnerschaften mit Fokus auf technologische Innovationen in Zukunftsthemen zu fördern sowie neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.
Darauf aufbauend fanden in den folgenden Jahren gegenseitige Delegations- und Arbeitsbesuche statt, bei denen Themen wie Innovationspolitik, Start-up-Förderung sowie bilaterale Forschungs- und Entwicklungskooperationen im Mittelpunkt standen. Politisch flankiert wurde der Austausch 2023 durch eine Delegationsreise unter Leitung des sächsischen Wirtschaftsministers. Im Fokus standen Zukunftsthemen wie autonome Mobilität, Energiespeichertechnologien und Wasserstoff. Den Rahmen für einen intensiven Austausch bot zudem das Sächsisch-Koreanische Kooperationsforum zur Mobilität.