Gedenktag am 27. Januar: Staatsministerin und Stiftungsratsvorsitzende Barbara Klepsch erinnert an Opfer des Nationalsozialismus

25.01.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026 erinnert Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus und Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, an die Opfer der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus. Die Ministerin wird am Vormittag des 27. Januar 2026 an der Gedenkstunde im Sächsischen Landtag teilnehmen sowie um 18 Uhr an der »Stunde der Erinnerung« in der Gedenkstätte Münchner Platz in Dresden.

Um 14 Uhr besucht Kulturministerin Barbara Klepsch zudem eine Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Großschweidnitz. Im Rahmen der Veranstaltung wird ein neues Schaudepot eröffnet, in dem restaurierte Grabsteine von Patientinnen und Patienten gezeigt werden, die in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz ermordet wurden. Für die Errichtung des Schaudepots hat das Kultur- und Tourismusministerium der Stiftung Sächsische Gedenkstätten 157.000 Euro aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR (sogenannte PMO-Mittel) zur Verfügung gestellt.

Ministerin Barbara Klepsch betont: »Mit der Eröffnung des Schaudepots erhalten die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde einen sichtbaren Ort des Erinnerns. Die erhaltenen Grabsteine stehen stellvertretend für Menschen, denen während der NS-Zeit nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Namen, ihre Würde und ihre Lebensgeschichten genommen wurden. Mit dem Schaudepot kann nun zumindest einem Teil der Ermordeten ihre Identität zurückzugeben und ihr individuelles Schicksal ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.«

Die Gedenkstätte Großschweidnitz erinnert an mehr als 5.500 Menschen, die hier zwischen 1939 und 1945 infolge von systematischem Hunger, medizinischer Vernachlässigung und gezielten Tötungsmaßnahmen ums Leben kamen. Mit der Eröffnung des Schaudepots wird die Gedenkstätte um einen weiteren wichtigen Erinnerungsort ergänzt, der Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, sich mit den Biografien der Ermordeten und den nationalsozialistischen Verbrechen an kranken und schutzbedürftigen Menschen auseinanderzusetzen.

Hintergrund
Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. 1996 wurde er zum bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erhoben. Der 27. Januar ist gleichzeitig der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, ausgerufen von den Vereinten Nationen.

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur und der kommunistischen Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Sie erschließt und bewahrt historische Orte politischer Gewaltverbrechen und politischen Unrechts im Freistaat Sachsen und gestaltet sie als Orte historisch-politischer Bildung. Staatsministerin Barbara Klepsch ist Stiftungsratsvorsitzende.


Kontakt

Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Pressesprecher Jörg Förster
Telefon: +49 351 564 60620
E-Mail: presse.kt@smwk.sachsen.de
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