Gelebtes Europa: Sechs grenzüberschreitende sächsisch-tschechische Verbundprojekte bewilligt

16.01.2026, 11:50 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

2,6 Millionen Euro Förderung für sächsische Partner

Im Rahmen des dritten Förderaufrufs für gemeinsame sächsisch-tschechische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) werden sechs grenzüberschreitende Verbundprojekte unterstützt. Die Förderung der sächsischen Verbundpartner erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie »EFRE/JTF-Technologieförderung 2021 bis 2027« und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln finanziert.

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Sachsen setzt Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gezielt ein, um grenzüberschreitende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu unterstützen. Sächsische Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, gemeinsam mit Partnern aus Tschechien neue Produkte und Verfahren zu entwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn und Freunden wird, in einem Umfeld geopolitischer Problemlagen, immer wichtiger und ist nicht hoch genug zu schätzen. Ich freue mich, dass wir nun sechs Projekte unterstützen können«

An den Vorhaben sind auf sächsischer Seite sieben kleine und mittlere Unternehmen aus Sachsen sowie vier Forschungseinrichtungen beteiligt. Gemeinsam mit ihren tschechischen Projektpartnern entwickeln und erforschen sie bis Ende 2027 innovative Produkte, Verfahren und technologische Lösungen mit einem klaren wirtschaftlichen Verwertungshorizont. Die tschechischen Verbundpartner werden durch die Tschechische Technologieagentur (Technology Agency of the Czech Republic, TACR) aus dem tschechischen Förderprogramm »SIGMA« gefördert.

Die bewilligten Projekte reichen von der Entwicklung einer innovativen Anlage zur Messung von Strahlung beim Rückbau von Kernanlagen, über neue Verfahren zur Überwachung und Instandhaltung von Bahninfrastruktur, die verbesserte Nutzung recycelter Materialien im anspruchsvollen industriellen Einsatz, bis hin zur Entwicklung und Nutzung von Algenkulturen in Mikrophotobioreaktoren zur Verbesserung der Luftqualität sowie neuer Verfahren zur Herstellung von Grundstoffen der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie.

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Ein besonderer Mehrwert dieser Vorhaben liegt in der engen Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Sächsische Unternehmen profitieren von zusätzlichem Know-how, neuen Perspektiven und erweiterten Netzwerken. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bieten die Kooperationen die Chance, anspruchsvolle FuE-Vorhaben umzusetzen und ihre technologische Position sowie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.«

Hintergrund: Sächsische Technologieförderung
Sachsen setzt seit vielen Jahren Mittel der Europäischen Strukturfonds ein, um Unternehmen im Freistaat mit einer technologie- und branchenoffenen Technologieförderung bei der Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Verfahren, beim Technologietransfer in Unternehmen sowie beim Aufbau personeller Kapazitäten zu unterstützen. In der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027 wird die kontinuierliche Antragstellung durch gezielte Förderaufrufe mit thematischen oder regionalen Schwerpunkten ergänzt. In vorangegangenen Förderaufrufen für gemeinsame sächsisch-tschechische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus 2023 und 2024 wurden bisher 22 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen in zehn grenzüberschreitenden Projektverbünden mit insgesamt 6,35 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten der sächsischen Technologieförderung erhalten Sie auf den Internetseiten der Sächsischen Aufbaubank (SAB) unter:
https://www.sab.sachsen.de/forschung-innovationen-und-digitalisierung

Übersicht zu den durch die Europäischen Union geförderten Projekten in Sachsen:
https://www.xn--europa-frdert-sachsen-oec.de/de/


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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