Sächsische Kompetenzstelle Wasserstoff (KH2) wird fortgeführt

28.12.2025, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Rückblick auf drei Jahre Pionierarbeit und Ausblick auf die künftige Entwicklung

Die sächsische Kompetenzstelle Wasserstoff (KH2) ist seit 2022 die zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen sowie Akteure aus Forschung und Wissenschaft für alle Fragen rund um das Thema Wasserstoff. Mit ihrem Know-how trägt die Kompetenzstelle aktiv dazu bei, das strategische Ziel der sächsischen Staatsregierung zu erreichen: Bis 2030 soll eine leistungsfähige Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Freistaat aufgebaut werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung hat das Wirtschaftsministerium nun erneut die Bietergemeinschaft aus Energy Saxony e. V. und HZwo e. V. als Dienstleister beauftragt.

Sachsens Wirtschafts- und Energieminister Dirk Panter: »Der Energieträger Wasserstoff ist ein entscheidendes Zukunftsthema in der Energiepolitik – nicht nur in Deutschland, sondern weit darüber hinaus. Zentrale Herausforderungen sind die Leitungsinfrastruktur, die Technologien für die Wasserstofferzeugung und -speicherung sowie perspektivisch der Betrieb von Gaskraftwerken mit Wasserstoff. In Sachsen sind bereits viele sehr leistungsfähige Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung tätig. Sie zu vernetzen, aber auch Ansprechpartner für neue Unternehmen von außerhalb zu sein und die Wasserstoff-Community aus Sachsen auf der internationalen Bühne zu repräsentieren, ist eine Kernaufgabe von »KH2«.

In den vergangenen drei Jahren hat sich die KH2 als Informations- und Koordinationsplattform etabliert und ist zu einer treibenden Kraft für die regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit geworden.

Die künftigen Informationsangebote der KH2 werden die folgenden Themen in den Fokus rücken: den Aufbau der nationalen und regionalen Wasserstoffinfrastruktur, den vermehrten Einsatz von Wasserstoff in energieintensiven Unternehmen, die Industrialisierung von Wasserstofftechnologien sowie die Einführung von Wasserstoff im Verkehrs- und Energiesektor.

Zu den wichtigsten Themen der vergangenen drei Jahren gehörten die Unterstützung bei der bedarfsgerechten Entwicklung des Wasserstoffkernnetzes und der Ausbau bestehender internationaler Partnerschaften, beispielsweise mit der Tschechischen Republik, Polen, Spanien, Frankreich und Finnland. KH2 ist regelmäßig auf Veranstaltungen präsent und macht Wasserstofftechnologien erlebbar, beispielsweise beim Tag des offenen Regierungsviertels oder bei Wasserstoff- und Energieforen in ganz Sachsen. Daneben vertritt die KH2 Sachsen auf nationalen und internationalen Messen und Konferenzen, wie den »Hydrogen Days« in Prag oder dem »World Hydrogen Summit« in Rotterdam und macht so die breite wirtschaftliche und wissenschaftliche Expertise Sachsens international bekannt – nicht zuletzt auch für mögliche Investoren oder Ansiedlungsvorhaben im Freistaat.

Hintergrund

Der Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft ist ein wichtiges strategisches energiepolitisches Vorhaben auf EU- und Bundesebene, das von den Ländern aktiv begleitet wird. Das Ziel ist es, Wasserstoff und seine Derivate als klimafreundliche Energieträger einzuführen und damit die bisherige fossile Energieversorgung signifikant zu verändern. Die Einführung von Wasserstoff und seinen Derivaten betrifft alle energie-, wirtschafts-, verkehrs- und steuerrelevanten Rechtsbereiche und wird begleitet von hohem öffentlichem Interesse.
Sachsen hat hier einen besonderen Standortvorteil, denn bereits heute haben Unternehmen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen ihren Sitz im Freistaat, die sich mit nahezu allen Themen und Technologien rund um den Energieträger Wasserstoff beschäftigen. In seiner Wasserstoffstrategie hat der Freistaat festgeschrieben, wie die Potenziale im Land genutzt werden können und sollen, um eine Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu etablieren.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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