Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November
24.11.2025, 13:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gleichstellungsministerin Köpping: »Gewaltschutz ist unsere gemeinsame Aufgabe«
Weltweit erlebt etwa jede Dritte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Auch in Sachsen ist Gewalt gegen Frauen ein ernstzunehmendes Problem. In den letzten sechs Jahren sind die polizeilich erfassten Fälle häuslicher Gewalt um 33 Prozent von 7.698 Fälle 2019 auf 10.202 Fälle 2024 gestiegen. Die darunter erfassten Tatbestände reichen von häuslicher Gewalt über digitale Belästigung bis hin zu Vergewaltigung.
Gleichstellungsministerin Petra Köpping: »Dieser Tag ist ein Tag mit Signalwirkung – ein Tag, an dem wir das Leiden von Frauen und Mädchen sichtbar machen und Zeichen setzen wollen. Vor allem ist es ein Tag gegen das Schweigen. Gewalt gegen Frauen ist kein privates, sondern ein gesellschaftliches Thema. Wir alle tragen Verantwortung, Betroffene zu schützen und ihnen Unterstützung zu geben. Und so freut es mich besonders, dass wir vor einem Monat zwei neue Beratungsstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt im Landkreis Meißen und in der Stadt Dresden eröffnen konnten. Insgesamt haben wir in Sachsen den Gewaltschutz in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und können in diesem Jahr mehr als 13,5 Millionen Euro für das Hilfesystem zur Verfügung stellen. Ich bin sehr dankbar, dass es uns gemeinsam mit dem Sächsischen Landtag gelang, den nötigen Ausbau des Gewalthilfesystems weiter voranzubringen.«
Mit dem Landesaktionsplan des Freistaates Sachsen zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Umsetzung der Istanbul-Konvention ist es erklärtes Ziel des Freistaates, Betroffenen zeit- und ortsnah die notwendige Hilfe und Unterstützung zu ermöglichen: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/45802
Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen hat das Sozialministerium zwei neue Publikationen veröffentlicht:
• Landesaktionsplan des Freistaates Sachsen zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Umsetzung der Istanbul-Konvention« in leichter Sprache: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/48633.
• Forschungsbericht: Interdisziplinäre Modellstudie zu Schutzeinrichtungen für erwachsene Betroffene von häuslicher Gewalt (mit deren Kindern) in Sachsen: Erfassung des baulich-räumlichen Bestands, Ermittlung von Handlungsbedarfen und typologische Weiterentwicklung: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/48533.
Hintergrund:
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen erinnert jedes Jahr daran, dass Gleichstellung, Sicherheit und Würde grundlegende Menschenrechte sind, die täglich geschützt werden müssen. Hintergrund des Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen war die Ermordung der Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur unter Rafael Trujillo zu Wehr gesetzt. 1999 beschloss die UN, den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zu bestimmen, um die Öffentlichkeit stärker für die Thematik zu sensibilisieren.
Weiterführende Links
- Landesaktionsplan des Freistaates Sachsen zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Umsetzung der Istanbul-Konvention
- Landesaktionsplan des Freistaates Sachsen zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Umsetzung der Istanbul-Konvention“ in leichter Sprache
- Forschungsbericht: Interdisziplinäre Modellstudie zu Schutzeinrichtungen für erwachsene Betroffene von häuslicher Gewalt in Sachsen