Extremwetter entfacht Herausforderungen – Sachsen sichert Lösungen
11.11.2025, 13:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Heute tagte das dritte Sicherheitskabinett zum Themenschwerpunkt »Dürre und Hitze«. Staatsminister des Innern Armin Schuster zog im Anschluss Resümee und gab einen Ausblick auf die weiteren Schritte im Krisenmanagement.
Staatsminister Armin Schuster: »Das Szenario Hitze und Dürre ist oft unterschätzt, kann aber tatsächlich wie kaum ein anderes Auslöser für eine Vielzahl gleichzeitiger Krisen sein. Wir haben eine Reihe von überlappenden Krisenszenarien, die Hitze und Dürre auslösen können, landesweit geübt und nun im Kabinett ressortübergreifend erörtert. Ein nächster Schritt ist die kommende bundesweite LÜKEX im Jahr 2026 zum gleichen Thema.«
Im Fokus stand die ressortübergreifende Zusammenarbeit zur Stärkung der Resilienz gegenüber extremen Wetterlagen und deren Folgen für die öffentliche Sicherheit und kritische Infrastrukturen.
Die Herausforderungen durch Dürre und Hitze sind vielfältig: Von brennenden Wäldern über hitzebedingte Verformungen von Straßen und Schienen bis hin zu Belastungen des Gesundheitssystems und der Wasserversorgung. Die Verantwortung für die Vorsorge liegt dabei nicht allein bei der Polizei oder dem Katastrophenschutz, sondern erfordert eine enge Zusammenarbeit aller Fachressorts und Betreiber kritischer Infrastrukturen.
Konkrete Maßnahmen der Ressorts:
Staatskanzlei: Prüfung des Aufbaus redundanter Landesrechenzentren zur Sicherung der IT-Infrastruktur der Staatsverwaltung.
Sächsisches Staatsministerium des Innern: Überarbeitung der Waldbrandschutzkonzeption, Ausstattung der Katastrophenschutzeinheiten und Vorbereitung auf die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (LÜKEX 26) zum Thema »Dürre und Hitzewelle«.
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft: Ausbau von Systemverbünden zur Sicherung der Trinkwasserversorgung, Entwicklung von Dürre- und Niedrigwassermanagementstrukturen sowie die Erstellung einer Übersicht zu kritischen Unternehmen der Lebensmittelversorgung.
Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: Erstellung einer Klimaanpassungsstrategie mit Fokus auf den gesundheitsbezogenen Hitzeschutz; weniger als ein Prozent der sächsischen Kommunen verfügen derzeit über einen Hitzeaktionsplan.
Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung: Förderung des klimaresilienten Stadtumbaus und Anpassung der Verkehrsinfrastruktur an extreme Wetterlagen.
Die Kabinettssitzung reiht sich in eine Serie von Aktivitäten ein, darunter die kürzlich abgeschlossene Stabsrahmenübung (LKSÜ), in welcher ein fiktiver flächendeckender Waldbrand geübt wurde. Ziel ist es, die Resilienz weiter zu stärken und die Vorsorgeverantwortung auf allen Ebenen zu verankern.