Wirtschaftsminister Panter zur Stollenfolien-Abgabe:
30.08.2025, 12:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
»Ich stehe bereits im Gespräch mit dem Bund«
Zur aktuellen Diskussion um die geplante Abgabenpflicht auf in Folie verpackte Stollen erklärt Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter:
»Solche Regelungen versteht kein Mensch. Wer soll ernsthaft glauben, dass jemand einen 750-Gramm-Stollen im Winter direkt unterwegs verzehrt? Schon der Staubzucker macht das unmöglich. Den Stollen als To-Go-Produkt einzustufen, wirkt wie ein moderner Schildbürgerstreich und ist genau die Art von unnötiger Bürokratie, die Bürgerinnen und Bürger zurecht aufregt.
Unsere sächsischen Stollenbäckerinnen und -bäcker leisten Hervorragendes für Handwerk, Tradition und regionale Wertschöpfung - nicht ohne Grund sind vor allem Dresdner Christstollen weltberühmt. Sie jetzt mit Abgaben für vermeintliche To-Go-Produkte zu belasten, ist schlicht praxisfern. Es gibt schon genug Ärgernisse im Alltag unserer Betriebe – zusätzliche, realitätsferne Hürden darf wir ihnen realitätsfern aus Berlin nicht aufgebürdet werden.«
Panter abschließend in Richtung Bundesumweltamt, welches die neue Regelung erlassen hat: »Natürlich gilt: Unsere Umwelt zu schützen, geht uns alle an. Aber dabei sollten wir den gesunden Menschenverstand im Blick behalten und keine Regeln schaffen, die an der Realität vorbeigehen. Ich stehe dazu bereits im Gespräch mit Bundesumweltminister Carsten Schneider gesucht, um eine praktikable Lösung zu erreichen. Für unsere Stollenbäcker setze ich mich entschieden dafür ein, dass diese unsinnige Abgabe für Striezel nicht kommt.«