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Forschung zur Stärkung der Resilienz sächsischer Unternehmen vorgestellt

07.11.2022, 16:39 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow spricht bei der Fachveranstaltung des Fraunhofer IMW (© Ben Gierig)

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow spricht bei der Fachveranstaltung des Fraunhofer IMW (© Ben Gierig)

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Philip Herrmann, Projektleiter Fraunhofer IMW, beim Impulsvortrag zum Thema Resilienz (© Ben Gierig)

Philip Herrmann, Projektleiter Fraunhofer IMW, beim Impulsvortrag zum Thema Resilienz (© Ben Gierig)

Fraunhofer IMW forscht zum Umgang mit globalen Krisen und entwickelt Management-Werkzeuge

In einem vom Freistaat Sachsen geförderten Forschungsprojekt hat sich das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) mit den Auswirkungen globaler Krisen auf die kleinteilige sächsische Wirtschaft beschäftigt.

Ergebnisse des Projektes wurden heute im Rahmen einer Fachveranstaltung in Dresden mit Vertretern der sächsischen Wirtschaft, der Wirtschaftsförderung Sachsen und Partnern der Wissenschaft diskutiert und ausgewertet.

Der Fokus der Forschungen lag zunächst auf dem Umgang der Unternehmen mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, geprägt von gestörten Lieferketten bis hin zum Infektionsschutz von Beschäftigten. Mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen für die auch in Sachsen oft international vernetzten Firmen, hat die Forschung zur unternehmerischen Resilienz noch einmal deutlich an Bedeutung gewonnen.

Im engen Austausch mit der Wirtschaft hat das Fraunhofer IMW ein Online-Werkzeug zur Messung der Resilienz eines Unternehmens entwickelt, Informationen und positive Beispiele aufbereitet sowie Checklisten erstellt. Das Ziel ist, eventuelle Schwachstellen im Geschäftskonzept zu identifizieren und daraus konkrete Handlungsfelder abzuleiten, die Firma resilienter aufzustellen.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow betonte bei der Veranstaltung, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Resilienz auseinanderzusetzen:
»Abrupte Nachfrage- und Umsatzeinbrüche, die Unterbrechung von Lieferketten, Abhängigkeiten von Rohstoffen oder Energieknappheit - ausgelöst von globalen Krisen, die sich überlagern und in ihren Folgewirkungen verstärken - das sind Szenarien, die heute Teil der unternehmerischen Realität sind. Der Umgang damit braucht Strukturen, die dabei helfen, solche Verwerfungen flexibel und kurzfristig abzufedern. Mithilfe der Forschung auf diesem Gebiet gibt es inzwischen vielversprechende Ansätze, wie jedes Unternehmen seine Resilienz gegenüber Schocks und Krisen stärken kann. Das Fraunhofer IMW hat hier Pionierarbeit geleistet und ich hoffe, dass die Ergebnisse dieser Forschungen in der sächsischen Wirtschaft berücksichtigt werden und Anwendung finden.«

Hintergrund:
Das Sächsische Wissenschaftsministerium hat nach Beginn der Corona-Pandemie eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten gefördert. Neben der unmittelbaren Forschung zu medizinischen Aspekten wurden bewusst auch Ansätze gefördert, die sich mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgewirkungen einer globalen Pandemie beschäftigt haben und beschäftigen. Das Projekt "resilient" des Fraunhofer IMW wurde mit rund 900.000 Euro aus Mitteln des sächsischen Corona-Bewältigungsfonds finanziert.


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