Neustadt/Spreetal: Deichsanierung abgeschlossen - Einbau von Spundwänden und neuer Sohlschwelle entlang der Spree beendet
15.07.2022, 08:38 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat heute (Freitag, 15. Juli 2022) in Neustadt (Gemeinde Spreetal, Lkr. Bautzen) die Sanierung des Hochwasserschutzdeiches abgeschlossen. Damit ist der Ort nun vor Hochwasser gesichert, wie es statistisch einmal in 100 Jahren auftritt (HQ100). Bei einer Deichzustandsanalyse war festgestellt worden, dass der Deichabschnitt dringend saniert werden musste, da seine Standsicherheit gefährdet war. Zudem entsprach der Deich nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und war teilweise stark bewachsen. Die Arbeiten begannen im September 2021 und kosteten rund 1,6 Millionen Euro, finanziert aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen.
Der rund 400 Meter lange Abschnitt beginnt unmittelbar unterstrom der Brücke der Staatsstraße S130 und verläuft entlang des Hochufers am linken Spreeufer. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse wurde im Bereich des Hochufers eine 220 Meter lange Hochwasserschutzlinie aus Spundwänden errichtet. Dafür mussten zunächst die steilen Uferböschungen stabilisiert werden. Danach wurden die Spundwände so eingebaut, dass sie nicht in das Grundwasserregime eingreifen.
An das Hochufer schließt sich ein Erddeich an, der auf der Luftseite verbreitert wurde und eine Innendichtung ebenfalls aus Spundwänden erhielt. Auch hier wurde darauf geachtet, dass die Unterkante der Spundwände oberhalb des Grundwasserspiegels liegt.
Da die Spree in diesem Abschnitt ein starkes Gefälle hat, ist die Flusssohle hier durch eine Sohlschwelle gesichert. Diese musste instandgesetzt werden. Dabei wurde auch die ökologische Durchgängigkeit des Flussabschnittes optimiert. Der Bewuchs auf Deich und Deichschutzstreifen musste ebenfalls entfernt werden. Dabei handelt es sich vor allem um nicht standortgerechte Robinien.
Als Ersatz werden vor Ort an der Uferlinie der Spree zehn standortgerechte Schwarzerlen gepflanzt. Die Pflanzungen sollen in diesem Herbst erfolgen. Die Baumaßnahme wurde zudem durch eine ökologische Baubegleitung betreut.