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Expertengremium wählt weitere 14 Gründungsvorhaben für den InnoStartBonus aus

14.11.2021, 10:55 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wirtschaftsministerium verzeichnet hohe Nachfrage: Insgesamt 771 Interessenten beteiligten sich an bisherigen sechs Förderaufrufen.

Die Auswahlphase für den sechsten Förderaufruf (»Call«) zum InnoStartBonus des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) ist abgeschlossen. Von den 25 Teams bzw. Einzelpersonen, die nach einer Vorauswahl ihrer innovativen Gründungsidee vom Expertengremium zum Pitch eingeladen wurden, erhielten 14 ein positives Fördervotum. Davon kommen zehn Konzepte aus den Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz. Hinter den ausgewählten Gründungsvorhaben stehen sieben potenzielle Gründerinnen und 17 Gründer mit insgesamt 16 unterhaltspflichtigen Kindern.

Wertet man die bisherigen sechs Förderaufrufe insgesamt aus, zeigt sich folgende Bilanz: Von 771 Interessenten wurden 297 Konzepte aus zwölf verschiedenen Branchen eingereicht. Das vom SMWA geleitete Expertengremium hat insgesamt 129 Gründungsinteressierte – davon sind knapp 30 Prozent Gründerinnen – mit ihren innovativen Geschäftsideen für förderwürdig befunden. Bereits 54 Vorhaben sind sowohl in Form von Team- als auch Einzelgründungen vollzogen worden. Gut die Hälfte der Projekte wird in den Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz umgesetzt.

Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig: »Die meisten Entwicklungs- und Innovationsabteilungen befinden sich an den Unternehmenssitzen im Westen Deutschlands. Deshalb müssen wir die aktuellen technischen und wirtschaftlichen Umbrüche nutzen, um uns einen Vorsprung Ost zu erarbeiten. Der InnoStartBonus kann dazu einen wichtigen Teil beitragen. Jede Idee und jede Gründung birgt eine Chance für Sachsen. Ich wünsche viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung der Gründungsvorhaben.«

Auch Marina Heimann, Geschäftsführerin der futureSAX GmbH, schätzt den InnoStartBonus: »Wir freuen uns über viele neue engagierte Gründer und vor allem Gründerinnen, die ihre Ideen mit Unterstützung durch den InnoStartBonus anpacken. Nun heißt es: Aktiv werden, das Netzwerk kennenlernen bei den Begleitterminen und neue Kontakte knüpfen mit vielseitiger Stärkung durch futureSAX, damit aus den tollen Gründungs- und Geschäftsideen bald ganz eigene Erfolgsgeschichten werden.«

Auf Grundlage der Bewertung des eingereichten Geschäftskonzepts – inklusive Innovationsgrad, Machbarkeit und Kundennutzen sowie der im Pitch aufgezeigten Gründerpersönlichkeit – hat das Expertengremium unter Vorsitz von Claudia Weber, Leiterin des Referates Mittelstandsfinanzierung, Bürgschaften und Existenzgründungen im SMWA, ein Votum zur Förderwürdigkeit der jeweiligen Gründungsidee abgegeben.

Auf dieser Grundlage kann der Förderantrag bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) – eingereicht werden. Der Förderbeginn ist im Januar 2022. Die professionelle Betreuung und Vernetzung der potenziellen Gründerinnen und Gründer führt die futureSAX GmbH durch.

Der Stichtag für die nächste Bewerbungsphase des InnoStartBonus ist im Frühjahr 2022 vorgesehen.

Hintergrund: InnoStartBonus

Der im Jahr 2019 als Modellprojekt gestartete InnoStartBonus ist nunmehr zu einem zentralen Baustein der sächsischen Gründerförderung geworden und hat die Wahrscheinlichkeit für die erfolgreiche Umsetzung einer innovativen Geschäftsidee in der Vor- und Gründungsphase signifikant erhöht.

Idee ist es, ausgewählte potenzielle sächsische Gründerinnen und Gründer mit innovativen Geschäftsideen im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens mit einem Gründungsbonus von monatlich 1.000 Euro für zwölf Monate zu fördern, diese professionell zu betreuen und zu vernetzen.

Innovative Neugründungen sollen in die sächsische Gründerszene eingeführt und beim Start finanziell unterstützt werden. Die neue Gründerförderung ist familienfreundlich, denn pro unterhaltspflichtigem Kind wird für die Dauer der Förderung ein monatlicher Kinderbonus von 100 Euro gewährt.

Die futureSAX GmbH, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, begleitet die Gründungsinteressierten im Bewerbungs- und Förderzeitraum individuell.

Hintergrund: Corona-Hilfsfonds für sächsische Start-ups

Der Corona-Start-up-Hilfsfonds (CSH) unterstützt nachhaltige Geschäftsmodelle aus allen Branchen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu lindern und neue Wachstumsimpulse zu setzen. Durch die Einschränkungen der Corona-Krise sind viele Gründungsprojekte ins Stocken geraten. Start-ups haben corona-bedingte Finanzierungsprobleme, weil Finanzierungsrunden durch den Ausfall von Investoren nicht geschlossen werden können bzw. zustande kommen. Der CSH stellt Wagniskapital für sächsische Start-ups bereit.

Seit dem Start des Hilfsfonds hat die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) bereits 81 Start-ups mit Wagniskapital versorgt. Mehr als 135 weitere Anfragen für Finanzierungen sind bisher eingegangen. Die MBG managt den insgesamt 40 Millionen Euro umfassenden CSH mit einem eigenen, erfahrenen Team für Start-up-Investments. Der Hilfsfonds wird gemeinschaftlich vom Bund, dem Freistaat und der MBG finanziert und bietet zur Sicherung der Liquidität Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel bis zu einer Höhe von 800.000 Euro an. Bis zum 31.12.2021 können die Anträge für den Corona-Startup-Hilfsfonds bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen gestellt werden.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann

Telefon: +49 351 564 80600

Telefax: +49 351 564 80680

E-Mail: presse@smwa.sachsen.de

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