Brand-Erbisdorf: Erzengler Teich bekommt zusätzliche Sicherung für extreme Regenereignisse - Weg über die Dammkrone und Wanderweg ab Oktober gesperrt

24.09.2026, 11:12 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Brand-Erbisdorf: Erzengler Teich bekommt zusätzliche Sicherung für extreme Regenereignisse (© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Michael Petzold)

Blick vom Damm auf das Baufeld der Mulde im Bereich des Weges/ Parkplatzes

Brand-Erbisdorf: Erzengler Teich bekommt zusätzliche Sicherung für extreme Regenereignisse (© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Michael Petzold)

Blick vom Damm auf das Baufeld der Mulde im Bereich des Weges/ Parkplatzes

Blick vom Damm auf das Baufeld der Mulde im Bereich des Weges/ Parkplatzes

Am Erzengler Teich in Brand-Erbisdorf wird ab kommender Woche (Montag, 28.09.2026) gebaut. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen passt die Talsperre dem allgemein anerkannten Regelwerk der Technik an. Durch eine Geländeregulierung wird eine zusätzliche Hochwasserentlastung des Dammes für extreme Hochwasser geschaffen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Mai 2027 und kosten rund 450.000 Euro, finanziert vom Freistaat Sachsen.

Die neue Umflutrinne wird als rund 30 Meter breite und 100 Meter lange Mulde gebaut. Sie soll bei extremen Hochwassern zusätzliches Wasser kontrolliert ableiten, wenn die bestehende Hochwasserentlastung ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat. Als Standort für die Mulde wird eine Geländevertiefung (natürliche Mulde) im Badebereich des Erzengler Naturbades genutzt. Somit bleiben der Erddamm und die historische Bausubstanz unberührt. Allerdings sind Veränderungen der Liegewiese am Westende des Erzengler Naturbades nötig. Die bestehende Mulde im Vorland muss abgesenkt und breiter werden. Nach Abschluss der Arbeiten kann dieses Gelände aber wieder als Wiese genutzt werden.

Die Mulde führt außerdem über den bestehenden Radweg und Parkplatz. Beide werden rund 75cm abgesenkt und anschließend wieder hergestellt. Die sogenannte Nachlaufstrecke der Mulde führt leicht gekrümmt in den Wald. Auf der linken Seite wird sie mit einer Steinschüttung aus Wasserbausteinen befestigt, sodass das Wasser zielgerichtet am Damm des Erzengler Teiches vorbeigeführt werden und erst am Ende der Auslaufstrecke im Wald frei in Richtung Münzbach abfließen kann.

Die Mulde umfasst insgesamt eine Fläche von rund 4.000 Quadratmetern. Für die Nachlaufstrecke sind noch Baumfällungen nötig. Ein Großteil der betroffenen Waldflächen wird im Herbst 2027 neu bepflanzt. Außerdem wurden bereits für den anstehenden Eingriff in die Natur 1226 Quadratmeter im Zellwald aufgeforstet.

Die Baumaßnahme wurde mit der Stadt Brand-Erbisdorf, der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Abfallbehörde abgestimmt.

Für die Bauarbeiten bleiben der Weg über die Dammkrone und der Wanderweg vom 28. September 2026 bis voraussichtlich Ende März 2027 gesperrt.

Hintergrundinformationen
Der Erzengler Teich gehört zur Revierwasserlaufanstalt Freiberg und ist seit Sommer 2019 Teil des UNESCO-Welterbe »Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří«. Er wurde zwischen 1569 und 1570 als Bergwerksteich gebaut. Nach der endgültigen Einstellung des Freiberger Erzbergbaus erhielt der Teich eine Badeanstalt. Heute ist der Erzengler Teich ein beliebtes EU-Badegewässer. Innerhalb der Revierwasserlaufanstalt fungiert er als Ausgleichs-, Zwischen- und Reservespeicher.

Hinweis an die Redaktionen
Das beigefügte Foto darf mit folgender Quellenangabe veröffentlicht werden: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Michael Petzold
Bildunterschrift: Blick vom Damm auf das Baufeld der Mulde im Bereich des Weges/ Parkplatzes


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