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Reviere: Industrieanlagen sollen lebendige Kulturdenkmäler werden

02.09.2021, 13:54 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Anträge können ab sofort eingereicht werden

Für einen gelingenden Strukturwandel stellt der Bund den vom vorgezogenen Braunkohleausstieg betroffenen Regionen bis zum Jahr 2038 rund 40 Milliarden Euro über das Investitionsgesetz Kohleregionen zur Verfügung. Zum Erhalt und zur Umgestaltung herausragender Industrieanlagen zu lebendigen Kulturdenkmälern hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters aus diesen Mitteln ein Förderprogramm aufgelegt. In den kommenden Jahren soll das Programm dazu beitragen, herausragende Industriegebäude und -anlagen mit Bezug zur Braunkohleförderung und Energiegewinnung zu erhalten und in Wert zu setzen. So sollen Chancen für neue Stätten der Industriekultur eröffnet und lebendige Kulturdenkmale entwickelt werden.

Für den Freistaat Sachsen stehen aus diesem Programm jährlich rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden im Freistaat Sachsen vom Landesamt für Denkmalpflege verwaltet, einer nachgeordneten Behörde des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung. Ab sofort und bis zum 24. September 2021 können dort Anträge für die erste Jahresscheibe eingereicht werden. Auch in den Folgejahren können entsprechende Anträge gestellt werden. Über die Vergabe der Mittel entscheidet die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unter Beteiligung des Sächsischen Landesamts für Denkmalpflege und des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

»Der Braunkohletagebau hat das Lausitzer und das Mitteldeutsche Revier über Jahrzehnte geprägt. Seine Industrieanlagen sind mittlerweile ein kulturelles Erbe. Dieses Programm ergänzt die Unterstützungsmöglichkeiten zur Weiterentwicklung der beiden Reviere in besonderer Weise. Es bietet die Chance, im Zuge der Bewältigung der immensen Aufgaben des Strukturwandels außergewöhnliche Akzente zu setzen und den besonderen Charakter der beiden Reviere zu erhalten. Ich freue mich auf viele kreative Ideen aus den Regionen«, sagte der Sächsische Staatsminister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt.

»Sachsens jahrhundertealte Industriegeschichte und zahlreiche historische Industriebauten sind fester Teil der kulturellen Identität unseres Freistaats. Das haben wir 2020 mit dem sächsischen Jahr der Industriekultur und einer eigenen Landesausstellung zu dem Thema bekräftigt. Mit dem Förderprogramm für bedeutende Industriegebäude leistet der Bund einen wichtigen Beitrag, dieses wertvolle kulturelle Erbe in den Braunkohlerevieren aufrecht zu erhalten«, sagte die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung

Pressesprecher Frank Meyer

Telefon: +49 351 564 50024

E-Mail: pressestelle@smr.sachsen.de

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