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Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 240|21

06.05.2021, 15:27 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Leipzig im Jahr 2020 pandemiebedingt rückläufig

Ersteller: Moritz Peters

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Leipzig sank im Jahr 2020 gegenüber 2019 von 24.964 um 11,8 Prozent auf 22.326 ab. Die Anzahl der Unfälle, bei denen ein oder mehrere Menschen ihr Leben verloren, ging von 49 auf 41 zurück – ein Rückgang von 19,5 Prozent. Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Menschen schwer verletzt wurden, sank ebenfalls – um 42,6 Prozent von 956 auf 672. Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten waren in dem Zeitraum um 19,0 Prozent von 3.497 im Jahr 2019 auf 2.937 im Jahr 2020 rückläufig.

Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden waren auch 2020 wieder Vorfahrtsverletzungen (555 Unfälle), gefolgt von nicht genügendem Abstand (401 Unfälle), Fehlern beim Abbiegen (380 Unfälle), sowie überhöhter Geschwindigkeit (359 Unfälle).

Stadt Leipzig

Im vergangenen Jahr gab es im Stadtgebiet 1.200 Unfälle weniger und 350 weniger verletzte Personen. Durch »HomeSchooling« ist es auch zu erklären, dass es 84 weniger leicht und schwer verletzte Kinder gab. Die Hauptunfallursachen bleiben weiterhin Fehler beim Überschreiten der Fahrbahn und Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr.
Fast unverändert blieben die 1.217 Verkehrsunfälle mit Radfahrern. Dabei zogen sich 905 Personen leichte und schwere Verletzungen zu. Hauptunfallursache bleibt mit Abstand der Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot sowie Fehler bei der Straßenbenutzung.
Im letzten Jahr gab es 100 Unfälle weniger mit Fußgängern (239), sowie 70 Verletzte/Getötete weniger.

Landkreis Leipzig

Auch im Landkreis Leipzig war mit 4.849 Unfällen ein Rückgang um 483 zu verzeichnen. Dabei wurden auch 121 weniger schwer und leicht verletzte Personen gemeldet. Die Hauptunfallursachen ähneln sich denen im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion. Die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern sank von 86 auf 65.

Landkreis Nordsachsen

Der Landkreis Nordsachsen verzeichnet ebenfalls niedrigere Unfallzahlen. Von 4.927 im Jahr 2019 wurden im Folgejahr nur 4.447 gezählt (480 weniger). Demzufolge ging auch die Anzahl der verletzten Personen von 870 auf 656 zurück. Auch hier sind die Hauptunfallursachen ähnlich gelagert wie im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion. Die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern sank von 74 auf 54.

Polizeipräsident René Demmler:

»Aufgrund mehrerer »Lockdowns« sind die Verkehrsunfallzahlen kaum mit den Vorjahren vergleichbar. Hier liegt es nahe, dass der Rückgang um über 2.500 Verkehrsunfälle den Auswirkungen der Pandemie zuzuschreiben ist. Auffällig ist zudem, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern um über 25 Prozent zurückgegangen ist. Auch hier sind die Ursachen im zeitweisen »Homeschooling« und den nicht stattgefundenen Freizeitaktivitäten zu suchen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es umso bemerkenswerter, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung des Radverkehrs in der Stadt Leipzig auf gleichem Niveau geblieben ist. Im gesamten Bereich der Polizeidirektion ist diese Zahl um 5 Prozent gesunken.«

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Verkehrsbericht 2020 der Polizeidirektion Leipzig: https://www.polizei.sachsen.de/de/81055.htm


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Kontakt

Polizeidirektion Leipzig

Pressesprecher Olaf Hoppe

Telefon: +49 341 966 44400

Telefax: +49 341 966 43185

E-Mail: medien.pd-l@polizei.sachsen.de

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