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Wichtige Weichenstellungen bei sächsischer Hochschulentwicklungsplanung 2025

13.04.2021, 13:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Hochschulentwickluingsplanung 2025 (© SMWK)

Wissenschaftsminister Gemkow: "Freistaat übernimmt Verantwortung und reagiert in der akademischen Ausbildung auf den weiter hohen Fachkräftebedarf in der Medizin und an den Schulen"

In den vergangenen Monaten hat das Sächsische Wissenschaftsministerium in enger Abstimmung mit dem Vorstand der Landesrektorenkonferenz der 14 staatlichen Hochschulen die Hochschulentwicklungsplanung 2025 (HEP) fortgeschrieben. Das sächsische Kabinett hat den Entwurf jetzt zur Anhörung in den Hochschulgremien, bei Studierendenvertretungen sowie Kammern und Interessensverbänden freigegeben und stellt ihn damit zur Diskussion. In den nächsten Wochen bekommen sie Gelegenheit sich mit der angepassten HEP zu befassen und Änderungen oder Ergänzungen einzubringen. Mit der Bund-Länder-Vereinbarung über den »Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken« ergeben sich auch für die Hochschulpolitik in Sachsen neue Perspektiven.

Mit wesentlichen Neuerungen vollzieht die Hochschulentwicklungsplanung 2025 eine Reihe von strategischen Zielen in Sachsens Hochschullandschaft nach und formuliert zukunftsorientierte Erwartungen:

  1. Zahl der Studierenden auf dem Niveau von rund 101.000 halten (entsprechend Verstetigung der Stellenanzahl für Hochschulpersonal)
  2. Zusätzliche Stellen für die Hochschulen bis 2023 werden über aufwachsende Mittel aus dem Zukunftsvertrag zur Verfügung gestellt, ab 2024 dann 800 zusätzliche Stellen.
  3. Anteil der dauerhaft Beschäftigten im akademischen Mittelbau soll auf 40 Prozent angehoben werden. Damit wird auch eine Verbesserung des Betreuungsverhältnisses von Lehrenden zu Studierenden erreicht.
  4. Schwerpunktsetzung in der Unterstützung der Hochschulen in Studienfächern der staatlichen Daseinsvorsorge:
  • insgesamt 90 zusätzliche Studienplätze in der Medizin
  • Erhöhung der Lehramtsstudienplätze auf 2.700 zur langfristigen Sicherung des Lehrerbedarfs in Sachsen
  • Einrichtung des Studiengangs Hebammenkunde an den Medizinischen Fakultäten in Leipzig und Dresden (Leipzig ist gerade gestartet)
  • Aufbau von Bachelorstudiengängen Psychologie / Masterstudiengängen Psychotherapie an den Universitäten in Chemnitz, Dresden und Leipzig

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow:
»Die Anpassungen in der Hochschulentwicklungsplanung schärfen die Wissenschaftspolitik in verschiedenen Bereichen. Mit dem Ausbau der Studienplatzkapazitäten in mehreren Studienfächern der staatlichen Daseinsvorsorge übernimmt der Freistaat klar gesellschaftliche Verantwortung. Zudem eröffnet der Zukunftsvertrag finanzielle Spielräume, die wir nutzen um mehr dauerhafte Beschäftigung an den Hochschulen zu ermöglichen.«

Hintergrund:
Die HEP legt die strategischen Leitlinien der Hochschulpolitik im Freistaat Sachsen fest und gibt den 14 staatlichen Hochschulen dadurch langfristige Planungssicherheit.
Die jetzige Anpassung der HEP ergibt sich zum einen aus dem Nachfolgeprogramm des Hochschulpakts, dem »Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken«. Damit sind auch neue Ziele verbunden, die die Qualität von Lehre und Studium an den Hochschulen flächendeckend und dauerhaft stärken sollen. Zum anderen sind im Koalitionsvertrag im Bereich der Hochschulpolitik mehrere Ziele verankert, die nun mit der geänderten HEP konkret untersetzt werden sollen. Das nun gestartete Anhörungsverfahren wird voraussichtlich im Mai 2021 (für die Hochschulen im Juni 2021) abgeschlossen sein.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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