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Keimen in Wurst, Kosmetika und Spielwaren auf der Spur

18.10.2020, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Bericht über die amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2019 veröffentlicht

Listerien in Wurstwaren der Firma Wilke, mit Cannabis angereicherte Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel – das sind zwei Themen, die Verbraucherinnen und Verbraucher im vergangenen Jahr auch in Sachsen beschäftigt haben. Für Sicherheit und den Schutz der Gesundheit in diesen sensiblen Bereichen sorgt die amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung, die jetzt den Bericht für 2019 vorgelegt hat.

Im Berichtszeitraum wurden durch die Behörden mehr als 67.000 Inspektionsbesuche durchgeführt und über 21.700 Proben entnommen. Bei weniger als 3 Prozent aller Inspektionen durch die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter wurden gravierende Verstöße festgestellt. 23 Betriebe mussten geschlossen werden. Insgesamt waren 2019 in Sachsen 66.365 Lebensmittelbetriebe registriert. Besonders belastet waren Proben von Hackfleisch und Rohwurst. Hier besteht bei unwissentlichem Verzehr immer die Gefahr zu erkranken. Die häufigsten nachgewiesenen gesundheitsschädlichen Erreger waren Escherichia Coli-Bakterien und Salmonellen.

Weitere Gefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen aufgrund der Belastung von Toxinen, wie z.B. ein zu hoher Gehalt an Aluminium in Backwaren, einer Überdosierung von Vitaminen in Nahrungsergänzungsmitteln, hoher Keimgehalt in Kosmetika und Spielwaren sowie Verunreinigungen in Tätowierfarben.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: »Die amtliche Lebensmittelüberwachung ist ein Bereich, der die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger in Sachsen im Blick hat. Die Kolleginnen und Kollegen, die hier auf kommunaler und Landesebene tätig sind, tragen eine große Verantwortung und ich danke ihnen sehr für ihren engagierten Einsatz. Wir alle kennen Lebensmittelskandale und Rückrufaktionen und wissen, dass bereits Probleme in einem einzelnen Betrieb ein deutschlandweites Krankheitsgeschehen verursachen können. Die Verunsicherung von Verbrauchern und Geschäftskunden ist in der Folge verständlicherweise groß. Daher ist es umso wichtiger, im Vorfeld die Einhaltung hoher hygienischer und lebensmittelrechtlicher Standards sicherzustellen. Es ist mir darum ein persönliches Anliegen, den Bereich der Lebensmittelüberwachung in Sachsen personell weiter gut mit fachlich kompetenten und motivierten Mitarbeitern auszustatten. Denn vorbeugender Gesundheitsschutz fängt genau dort an.«

Der Bericht kann hier nachgelesen und kostenfrei bestellt werden: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/36426


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Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth

Telefon: +49 351 564 55056

Telefax: +49 351 564 55060

E-Mail: presse@sms.sachsen.de

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