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Was macht die Kröte hier? – Bergbau und Amphibienschutz in Sachsen

02.01.2020, 12:50 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Vortrag zum 179. Freiberger Kolloquium am 16. Januar 2020, 19:30 Uhr im Vortragssaal der terra mineralia im Schloss Freudenstein in Freiberg

Viele natürliche Lebensräume von Amphibien sind bestandsbedroht und existieren kaum noch als natürliche Vorkommen. Deshalb müssen Artengemeinschaften in denen Kröten oder Lurche leben, oft mit Ersatzlebensräumen zurechtkommen. Die Reptilien- und Amphibienarten siedeln daher häufig in Steinbrüchen, Sand-, Kies- und Tongruben. Hier finden Sie wichtige Rückzugs- und Reproduktionsräume. Dabei kann es zur Entstehung von Konflikten zwischen den Tagesbaubetrieben und den Ansprüchen des Naturschutzes kommen.

Der Vortrag beleuchtet in diesem Zusammenhang die Aspekte des Bergbaus, die bisher nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Denn der Steine- und Erdenbergbau ist einerseits mit einem unvermeidlichen Eingriff in Natur und Landschaft verbunden, bietet andererseits aber ein erhebliches Potenzial zur Aufwertung der natürlichen Lebensräume. Daher wird u. a. der Frage nachgegangen, ob Abbaustätten ein tatsächliches Potenzial als Lebensräume für bedrohte Amphibien besitzen.

Herr Dr. Falk Ebersbach, Leiter des Rechtsreferates des Sächsischen Oberbergamtes, ist zuständig für bergrechtliche Planfeststellungsverfahren und wird im Rahmen des Freiberger Kolloquiums einen Einblick geben in das Spannungsfeld zwischen Bergbau und Amphibienschutz aus Sicht der Bergbehörde.

Das »Freiberger Kolloquium« ist eine Vortragsreihe des Sächsischen Oberbergamtes, des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, des Helmholtz-Instituts für Ressourcenforschung, des Geokompetenzzentrum Freiberg e. V., des Sächsischen Staatsarchivs/Bergarchiv Freiberg, der TU Bergakademie Freiberg und der terra mineralia.


Kontakt

Sächsisches Oberbergamt

Pressesprecher Oberberghauptmann Prof. Dr. Bernhard Cramer

Telefon: +49 3731 372 9001

Telefax: +49 3731 372 9009

E-Mail: pressestelle@oba.sachsen.de

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