Hauptinhalt

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten: Schülerin aus Dresden gewinnt ersten Preis

15.11.2019, 15:08 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Bundespräsident Steinmeier zeichnet sächsische Erstpreisträgerin gemeinsam mit dem sächsischen Kultus-Staatssekretär Wolff in Schloss Bellevue persönlich aus

Die Schülerin Floria Herget vom Romain-Rolland-Gymnasium Dresden gewinnt einen ersten Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch«. Zwei zweite und zwei dritte Preise gehen zusätzlich an Schüler aus Sachsen. Insgesamt vergibt die Körber-Stiftung 50 Preise an die bundes-besten Arbeiten: fünf erste Preise (je 2.000 Euro), 15 zweite Preise (je 1.000 Euro) und 30 dritte Preise (je 500 Euro). Die fünf Erstpreisträger zeichnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag, den 19. November, um 11 Uhr in Schloss Bellevue aus.

Zur Preisverleihung sind Medienvertreter herzlich eingeladen.
Wir bitten um Ihre Anmeldung direkt an das Bundespräsidialamt: E-Mail akkreditierung@bpra.bund.de | Telefon 030 · 2000 2021 | Fax 030 · 2000 1926 (unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und Medium bitte bis Montag, 18. November 2019, 11.00 Uhr).

Floria Herget aus Dresden gewinnt ersten Preis
In ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sich Floria Herget, 10. Klasse vom Romain-Rolland-Gymnasium in Dresden, mit ihren hugenottischen Vorfahren. Diese flohen 1699 als Protestanten aus Frankreich in das damalige Königtum Hessen-Kassel. Dafür recherchierte sie in ihren Herbst- und Weihnachtsferien in Museen und Archiven der Städte Karlshafen und Marburg. Die Schülerin zeichnet abwägend den sehr langsamen Prozess der letztlich gelungenen Integration und Assimilation der Hugenotte und Waldenser in der hessischen Gesellschaft nach. Dabei zeigt sie Parallelen und Unterschiede zur heutigen Flüchtlingssituation auf und fordert vor diesem Hintergrund Offenheit und Toleranz. »Die Schülerin löst eigentlich idealtypisch verschiedene Ansätze ein, die der Wettbewerb vorgibt«, fasst Jurymitglied Dr. Bodo Mrozek zusammen.

Aktuelle Ereignisse beschäftigen Jugendliche
Beim 26. Geschichtswettbewerb beteiligten sich bundesweit mehr als 5.600 Kinder und Jugendliche. Viele der 1.992 eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit der Einführung des Frauenwahlrechts, den Revolutionen von 1848 und 1918/19, dem Zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen Zwangsmigrationen oder mit dem politischen Umbruch 1989. Ausgehend von der historischen Analyse stellten die Teilnehmer auch Bezüge zur Gegenwart her.

Die Preisträger aus Sachsen in der Übersicht:

1. Preis für:

Floria Herget, 10. Klasse, Romain-Rolland-Gymnasium, Dresden, Sachsen, Tutor: Tommy Sitte
»Réfugiés Bienvenue? Integration und Assimilation von Hugenotten und Waldensern in Hessen-Kassel im 17. und 18. Jahrhundert«

2. Preise für:

Tom Darius Ahmadpur-Milani, 9. Klasse, Hans-Erlwein-Gymnasium, Dresden, Sachsen, Tutorin: Merit Kegel
»Zur Aufnahme griechischer Bürgerkriegsflüchtlinge in Sachsen 1949 und 1950«

Henri Léon Karaski, 12. Klasse, Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra, Meißen, Sachsen, Tutor: Jakob Polak
»Glücklicher Zufall oder gutes Management? Warum die Transformation eines Volkseigenen Betriebes in ein mittelständisches Unternehmen Erfolg hatte. Analyse der Privatisierung der PAKA Glashütter Pappen- und Kartonagenfabrik GmbH«

3. Preise für:

Clara Mickel, Lisa Peschel und Sophie Langer, 8. Klasse, Gymnasium Dresden-Plauen, Dresden, Sachsen, Tutorin: Uta Knobloch
»Seuchen und ihre Bekämpfung. Krise, Umbruch, Aufbruch«

Elisabeth Beier
7. Klasse, Thomas-Mann-Gymnasium, Oschatz, Sachsen, Tutorin: Claudia Döring
»Luppa in der Krise. Die zwei Luppaer Dörfer zwischen Völkerschlacht und Streit mit der Grundherrschaft«

Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 147.000 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen. Auf Landesebene lobt die Körber-Stiftung 500 Preise aus, die bundesweit besten 50 werden zusätzlich auf Bundesebene mit einem Ersten, Zweiten oder Dritten Bundespreis ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Fotos von der Preisverleihung zum Download am 19. November ab 15 Uhr unter https://www.koerber-stiftung.de/geschichtswettbewerb/wettbewerb-201819


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Pressesprecher Dirk Reelfs

Telefon: +49 351 564 65100

Telefax: +49 351 564 65019

E-Mail: presse@smk.sachsen.de

Themen

zurück zum Seitenanfang