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Modellprojekt im Görlitzer Krankenhaus St. Carolus wird mit 647.000 Euro gefördert

30.08.2019, 13:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Ausbau zu einem demenzsensiblen Krankenhaus - Kretschmer lobt Engagement

Görlitz (30. August 2019) – Das Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz wird zum ersten demenzsensiblen Krankenhaus in Sachsen weiterentwickelt. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt in diesem und dem nächsten Jahr mit insgesamt rund 647.000 Euro.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte bei der Übergabe des entsprechenden Fördermittelbescheides an die Klinikleitung am Freitag: „Eine gute Gesundheitsversorgung ist mir wichtig und eines der zentralen Themen unserer Arbeit. Das Krankenhaus St. Carolus gehört zu Görlitz und trägt in der Region und in der sächsischen Krankenhauslandschaft entscheidend mit zu einer guten medizinischen Versorgung bei. In besonderer Weise will das traditionsreiche Haus nun die stationäre Versorgung gerade auch von demenzerkrankten Patienten weiter verbessern und stärken. Mein Dank gilt allen, die sich dafür engagieren. Das Projekt hat Modellcharakter.“

Kretschmer besuchte das Krankenhaus gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dabei kamen sie mit der Malteser-Geschäftsführung, dem Direktorium des Krankenhauses sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch und besuchten gemeinsam auch die Palliativstation.

Die Geschäftsführerin der Malteser Deutschland, Verena Hölken, sagte: „Für die demenzerkrankten Menschen der Region wird das St. Carolus Krankenhaus eine deutliche Verbesserung in Behandlung und Pflege bieten. Wir freuen uns, dass erstmals ein ganzes Krankenhaus - vom Empfang bis zum Chefarzt – auf diese wachsende Patientengruppe vorbereitet ist. Seit zehn Jahren arbeiten wir mit der für Demenz führenden Stiftung Silviahemmet aus Schweden eng zusammen, hier in Görlitz entsteht ein Vorbild für andere Häuser in der Versorgung für Menschen mit Demenz.“

Die Weiterentwicklung zu einem demenzsensiblen Krankenhaus erfolgt in mehreren Schritten und soll 2024 abgeschlossen sein. Der Freistaat fördert unter anderem die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


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