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Jagdschloss Grillenburg soll Tagungszentrum für Wissenschaftler werden

25.08.2019, 12:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Freistaat, TU Dresden und Forststadt Tharandt unterzeichnen Absichtserklärung

ACHTUNG Sperrfrist: Sonntag, 25. August 2019, 17:00 Uhr

Das Jagdschloss Grillenburg im Tharandter Wald (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) soll zu einem repräsentativen Workshop- und Tagungszentrum für Wissenschaftler umgebaut werden. Außerdem soll auf der Schlossinsel ein Gästehaus zur Unterbringung der Teilnehmer entstehen. Eine entsprechende Absichtserklärung (Letter of Intent) haben dazu heute Sachsens Innenminister Prof. Roland Wöller, der Rektor der Technischen Universität Dresden Prof. Hans Müller-Steinhagen und der Bürgermeister der Stadt Tharandt Silvio Ziesemer in Grillenburg unterzeichnet.

Innenminister Wöller: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Schlossinsel Grillenburg in ihrer Gesamtheit zu erhalten und so zu sanieren, dass das Areal künftig von den Hochschulen, aber auch anderen wissenschaftlichen Einrichtungen für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden kann und gleichzeitig als wichtiges Kulturdenkmal erhalten bleibt. Gerade in der Kombination von Tagungs– und Übernachtungsort ist der Standort Grillenburg, inmitten des wunderschönen Tharandter Waldes, dafür bestens geeignet.“

Zunächst soll die TU Dresden einen Träger bestimmen, der bis zum 30. März 2020 ein detailliertes Nutzungskonzept, sowie einen Kosten- und Finanzplan für die notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen auf der Schlossinsel erstellen soll.

Prof. Hans Müller-Steinhagen: „Als Rektor der Technischen Universität Dresden freue ich mich sehr, diesen wichtigen Termin heute hier wahrnehmen zu können. Die Schaffung eines Veranstaltungs-und Tagungszentrums nur wenige Kilometer vom geographischen Mittelpunkt Sachsens entfernt wird nicht allein für die Technische Universität Dresden, sondern auch für alle Wissenschaftseinrichtungen im Freistaat die Möglichkeit bieten, Kooperationen auszubauen, sich stärker zu vernetzen und an dieser Stelle das zu finden, was man für eine hervorragende Klausuratmosphäre und darin die Findung neuer Ideen so dringend benötigt.

Es ist uns bewusst, dass es sich hier um eine große Herausforderung handelt und wir freuen uns deshalb außerordentlich über die sowohl seitens des Freistaates als auch seitens des Bundes in Aussicht gestellten ganz erheblichen unterstützenden Mittel. Denn auch für eine vergleichsweise große Hochschule wie die TU Dresden wäre die Realisierung eines solchen sehr umfangreichen und ambitionierten Vorhabens aus eigener Kraft nicht leistbar.“

Der Bürgermeister der Forststadt Tharandt Silvio Ziesemer ergänzt: „Mit dem Bauprojekt der TU Dresden ergibt sich für unsere Stadt eine einmalige Chance! Auf diese haben wir lange und mit großem Einsatz hingearbeitet. Ich bin allen Beteiligten zutiefst dankbar. Die rasche Umsetzung des Vorhabens werden wir weiter so engagiert und mit aller Kraft unterstützen! Heute ist ein historischer Tag, ein wichtiger Meilenstein erreicht. Mit der Absichtserklärung zeichnen wir das Fundament für eine bedeutende Zukunftsinvestition!“

Hintergrund:

Das „Jagdschloss Grillenburg“ ist als Sachgesamtheit in der Kulturdenkmalliste des Freistaates Sachsen verzeichnet. Es besteht aus dem Schloss (1655), dem Neuen Jägerhaus (1938) mit Resten eines romanischen Kellers, vier weiteren Gebäuden (Gärtnerhaus, Bootshaus, Kegelbahn, Hundezwingerhaus), drei Plastiken, Einfriedung und Bogenbrücke (Pöppelmann zugeschrieben) sowie einem Schlosstor aus dem 12. Jahrhundert.

Mitten im Tharandter Wald gelegen ist die Schlossinsel Grillenburg von der Straße einsehbar. Das Schlossgebäude hat Bezug zu den Wettinern, da es als Jagdsitz des Markgrafen Dietrich von Meißen erstmalig erwähnt wurde. Zuletzt wurde die Anlage mit dem Neuen Jägerhaus im sogenannten Heimatstil 1938/39 als Land- und Jagdsitz erweitert.

Zwischenzeitlich durch verschiedene Nutzungen und teilweisen Leerstand sowie unterschiedliche Eigentumsverhältnisse, verbunden mit ganz unterschiedlichen Teilnutzungskonzepten baulich vernachlässigt, eröffnet sich nun mit der Nutzung als Workshop- und Tagungszentrum mit Gästehaus ein neues ganzheitliches und entwicklungs- und zukunftsfähiges Gesamtvorhaben für die Anlage.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium des Innern

Pressesprecher Andreas Kunze-Gubsch

Telefon: +49 351 564 30400

Telefax: +49 351 564 30409

E-Mail: presse@smi.sachsen.de

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